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Naturschutzstation neu im Roten Haus

Seit dem Wochenende gibt es direkt am Dippelsdorfer Teich den Anlaufpunkt. Schulen und Interessierte können sich dort melden.

Jan Schimkat (links) und Lutz Hennig, der auch vor Ort sein wird, weihten am Wochenende die neue Naturschutzstation im Roten Haus in Dippelsdorf ein.
Jan Schimkat (links) und Lutz Hennig, der auch vor Ort sein wird, weihten am Wochenende die neue Naturschutzstation im Roten Haus in Dippelsdorf ein. © Arvid Müller

Moritzburg. Es gibt kaum einen besseren Ort im Landkreis Meißen, um die heimische Vogel- und Fischwelt, die Entwicklung der Bäume und Wiesen zu beobachten, als den Standort des Roten Hauses am Dippelsdorfer Teich in Friedewald. Hier, wo die Maler der Brücke-Gruppe vor gut 100 Jahren schon die freie Natur für ihre Aktzeichnungen nutzten, hat sich jetzt der Naturschutzbund (NABU) eingemietet. Seit dem Wochenende gibt es dort offiziell eine Naturschutzstation.

Lutz Hennig leitet an dem neuen Treffpunkt die Öffentlichkeitsarbeit des NABU. Damit sind nicht in erster Linie Presseveröffentlichungen gedacht, sondern Veranstaltungen mit Schülern und an der Natur interessierten Bürgern. Hennig: „Solche Aktionen an der frischen Luft sind auch jetzt ohne Probleme möglich. Ende August gab es zum Beispiel eine Exkursion mit Informationen zu Lebensraum und Lebensweise der Fledermäuse im Moritzburger Gebiet.“

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Zugvogelbeobachtung steht im Kalender der NABU-Organisatoren, und angeboten mit Start am Roten Haus wird etwa Ende November der Ausflug unter dem Titel „Stille über der Flur - schläft die Natur?“ Ein fantastischer Ausgangsort, sagt Lutz Hennig zu der neuen Station. Im Obergeschoss des Roten Hauses sind jetzt die Räume des Naturschutzbundes. Wer möchte, kann sich dort auch eine Ausstellung anschauen. Die Sächsische Landesstiftung für Natur und Umwelt (LANU) hat eine Schau zu Schmetterlingswiesen „Puppenstuben gesucht“ zur Verfügung gestellt.

Das markante Gebäude am Dippelsdorfer Teich nahe Moritzburg ist der Ausgangspunkt für die Exkursionen des Naturschutzbundes.
Das markante Gebäude am Dippelsdorfer Teich nahe Moritzburg ist der Ausgangspunkt für die Exkursionen des Naturschutzbundes. © Arvid Müller

Direkt im Dippelsdorfer Revier liegen den Naturschützern Weißstorch- und Schwalbenpopulation besonders am Herzen, die im Moritzburger Teich- und Kleinkuppengebiet eine bedeutende Rolle spielen. Dazu hatte das NABU Naturschutzinstitut Region Dresden e.V. in Moritzburg bisher zwei sächsische Weißstorchtagungen und mehrere öffentliche Termine zum Schutz von Rauch- und Mehlschwalben organisiert. Das sächsische Landgestüt Moritzburg war dabei ein wichtiger Partner. Hier brüteten 2019 und 2020 immerhin jeweils fast 70 Rauchschwalben-Paare.

Schülerprogramme sind ein spezielles Angebot der neuen Station. „Mit den Dippelsdorfern waren wir schon unterwegs“, sagt Hennig. Etwa zwei Stunden gehen sie in die Seenlandschaft. Nachfragen und Anmeldungen von Schulen sind gewünscht (Kontakt: siehe unten). Die Fachleute vom NABU kommen auch direkt in die Schulen. Etwa zur „Schulstunde der Wintervögel“.

Träger der neuen Station am Dippelsdorfer Teich im Roten Haus ist das Naturschutzinstitut Dresden. Dessen Leiter ist Jan Schimkat. Die Dresdner haben sich beispielsweise Biotoppflege auf etwa 100 Hektar und praktischen Artenschutz, insbesondere im Landkreis Meißen und dem Schwerpunkt Moritzburger Teichgebiet, als Aufgabe gestellt. Dazu gehören das Erfassen von Bruterfolgen sowie Maßnahmen zum Brutplatzschutz von Bodenbrütern in der offenen Landschaft. Gemeint sind damit Kiebitz, Rebhuhn, Braunkehlchen, Wiesenpieper und Wachtelkönig im Landkreise Meißen.

Vom Land Sachsen gibt es für die neue Station im Roten Haus Fördermittel. Damit werden Personal- und Sachkosten finanziert, sagt Jan Schimkat vom NABU.

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