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Neue Wohnanlage im modernen Landhausstil

Die Besitzgesellschaft der Stadt Radebeul baut erstmals seit den 1990er-Jahren wieder neue Mietshäuser. Das Gebäudeensemble entsteht in Serkowitz.

Die Visualisierung veranschaulicht, wie sich das Gebäudeensemble an der Ecke Serkowitzer, Südstraße nach Fertigstellung präsentieren wird,
Die Visualisierung veranschaulicht, wie sich das Gebäudeensemble an der Ecke Serkowitzer, Südstraße nach Fertigstellung präsentieren wird, © Stadtprojekt Rogge.Pfau GmbH

Radebeul. Wohnen ist in Radebeul begehrt. Das schlägt sich in Wartelisten bei der städtischen Wohnungsgesellschaft nieder. Um ihr Angebot zu mehren, baut die Besitzgesellschaft der Stadt Radebeul (BZGR) erstmals seit den 1990er-Jahren wieder. Am Donnerstag erfolgte der erste Spatenstich für eine neue Wohnanlage an der Ecke Serkowitzer, Südstraße. „Hier entstehen 20 Wohneinheiten“, sagte BZGR-Geschäftsführerin Angela Sonchocky-Helldorf, bevor sie mit Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) und Architekt Wolfgang Pfau den symbolischen Baustart vollzog.

Bereits im Herbst nächsten Jahres soll der Gebäudekomplex aus vier Einzelhäusern, die mit Verbindern verknüpft sind, fertig sein und die Vermietung beginnen. „Wir können Zwei- bis Fünfraumwohnungen zwischen 49 und 136 Quadratmeter anbieten“, informierte Sonchocky-Helldorf. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei, die in den Geschossen darüber barrierearm. In dem neuen Gebäudekomplex finden Familien, Paare, Singles und Senioren Platz. Es soll eine Anlage für mehrere Generationen sein. Rund 4,3 Millionen investiert die BZGR in das Neubauprojekt.

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Mit dem ersten Spatenstich gaben Architekt Wolfgang Pfau (v.l.n.r.), Angela Sonchocky-Helldorf und Baubürgermeister Jörg Müller das Signal zum Baustart.
Mit dem ersten Spatenstich gaben Architekt Wolfgang Pfau (v.l.n.r.), Angela Sonchocky-Helldorf und Baubürgermeister Jörg Müller das Signal zum Baustart. © Arvid Müller

Baufälliges Gebäude musste weichen

Zuvor stand auf dem Eckgrundstück ein Gebäude mit zwei Wohnungen sowie einem Hinterhaus. Letzteres war schon seit Jahren nicht mehr bewohnt. „Das Vorderhaus war ebenfalls alt und unsaniert“, berichtete Sonchocky-Helldorf. Daher entschied sich die BZGR für den Abriss.

Rund 1.200 Wohnungen hat die städtische Wohnungsgesellschaft in ihrem Bestand. „Im Jahr 2018 haben wir uns überlegt, auch mal neu zu bauen und nicht nur zu sanieren“, so Sonchocky-Helldorf. Hierfür schaute sie sich nach einem geeigneten Grundstück um. Auf den Flurstücken Serkowitzer Straße 58 und Südstraße 1 und 3 wurde sie fündig. Das Areal bot die geeignete Größe für das Vorhaben. In Richtung Norden blickt man direkt auf das Spitzhaus.

Diese Visualisierung zeigt, wie die vier Hauptgebäude mit den Verbindern auf dem Grundstück stehen.
Diese Visualisierung zeigt, wie die vier Hauptgebäude mit den Verbindern auf dem Grundstück stehen. © Stadtprojekt Rogge.Pfau GmbH

Architekturwettbewerb ausgelobt

Im Jahr 2019 initiierte die BZGR einen Gutachterwettbewerb, bei dem Architekten ihre Entwürfe einreichen konnten. Die Pläne des Dresdner Büros Stadtprojekt Rogge.Pfau GmbH überzeugten. Es gewann den Wettbewerb. „Wir orientierten uns an dem ländlichen und dörflichen Charakter von Serkowitz, der von einzeln stehenden Gebäuden geprägt ist“, berichtete Architekt Wolfgang Pfau. Diesem städtebaulichen Charakter trägt er mit den vier Einzelbaukörpern mit Satteldach Rechnung. Die Giebelseiten sind nach Norden und Süden ausgerichtet. Alle Wohnungen verfügen über Terrassen und Balkone.

Im Ortskern von Altserkowitz sind an den Häusern Spaliere zu finden. Dieses Element greift der Architekt bei der Fassadengestaltung der Verbindungsbauten auf. An ihnen sollen Pflanzen einmal nach oben ranken. Pfau spricht von einem Gebäudeensemble im modernen Landhausstil.

Pilotprojekt bei Wärmeversorgung

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Grün wird nicht nur ein Teil der Fassade, sondern im übertragenen Sinn erfolgt die Wärmeversorgung umweltbewusst. Alle Wohnungen bekommen eine Fußbodenheizung. Diese wird über eine Grundwasserwärmepumpe mit Heißwasser versorgt. Die Pumpe wiederum wird durch Strom zum Laufen gebracht, den Photovoltaikanlagen auf den Dächern liefern. „Wir setzen ein Pilotprojekt der Stadtwerke Elbtal um“, informierte Sonchocky-Helldorf.

Auf dem von den Straßen abgewandten Hofbereich lässt die BZGR Bäume und Sträucher pflanzen. Zudem dient die Freifläche für gemeinsame Aktivitäten der Bewohner.

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