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Panne beim Aufbau der Schulcontainer

Am Gymnasium Luisenstift lässt die Stadt Radebeul ein Interimsgebäude aufstellen. Beim Anliefern der Module gab es Probleme.

Gegen 12 Uhr schwebte am Donnerstagmittag das erste Modul für den Containerinterimsbau an seinem Bestimmungsort auf dem Schulgelände des Gymnasiums Luisenstift ein.
Gegen 12 Uhr schwebte am Donnerstagmittag das erste Modul für den Containerinterimsbau an seinem Bestimmungsort auf dem Schulgelände des Gymnasiums Luisenstift ein. © Arvid Müller

Radebeul. Ein Missgeschick kommt selten allein. Das war am Donnerstag auf dem Areal des Gymnasiums Luisenstift in Radebeul zu erleben. Dort stand der Aufbau des Ausweichquartiers für die im Frühjahr beginnende Sanierung des Altbaus an. Ein Containergebäude lässt die Stadt für die Dauer von rund zwei Jahren auf dem Parkplatz neben der Turnhalle hinstellen.

Lkws liefern die insgesamt zwölf Module für den Containerbau aus Naundorf bei Halle an. Die Aufbauarbeiten sollten morgens um 8 Uhr beginnen. Eine halbe Stunde vorher traf der Fahrer des ersten Transporters in der Lößnitzstadt ein. Doch nicht am Schulstandort an der Straße der Jugend im Stadtteil Niederlößnitz fand er sich wieder, sondern auf der Pestalozzistraße in Radebeul-Ost. Als Baustellenadresse war im Auftragsschein des Spediteurs die Anschrift des Rathauses angegeben.

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Sattelschlepper waren zu groß

Als der Fahrer, der nicht namentlich genannt werden möchte, schließlich am Luisenstift ankam, entpuppten sich die beengten Straßenverhältnisse als unlösbare Herausforderung. Sein Sattelschlepper war zu groß, um in die Einfahrt in Höhe des im vorigen Jahr fertiggestellten Neubaus einbiegen zu können. Daher wurde ein kleiner Lkw mit Kran nachgeordert. „Bis der nicht ankommt, passiert hier nichts“, berichtete der Fahrer des Sattelschleppers.

Sattelschlepper lieferten die Container zur Straße der Jugend. Jedoch waren die Fahrzeuge zu groß und könnten nicht auf das Grundstück der Schule fahren.
Sattelschlepper lieferten die Container zur Straße der Jugend. Jedoch waren die Fahrzeuge zu groß und könnten nicht auf das Grundstück der Schule fahren. © Arvid Müller
Deshalb wurde ein kleineres Fahrzeug mit Kran geordert. Dieses lud zuerst die Container von den Sattelschleppern und hievte sie dann auf seine Transportrampe.
Deshalb wurde ein kleineres Fahrzeug mit Kran geordert. Dieses lud zuerst die Container von den Sattelschleppern und hievte sie dann auf seine Transportrampe. © Arvid Müller
Auf diese Weise konnten die Container durch die von Mauern gesäumte Einfahrt transportiert werden.
Auf diese Weise konnten die Container durch die von Mauern gesäumte Einfahrt transportiert werden. © Arvid Müller
Jeden Container einzeln fuhr das kleine Fahrzeug auf das Schulgrundstück.
Jeden Container einzeln fuhr das kleine Fahrzeug auf das Schulgrundstück. © Arvid Müller
Auf dem asphaltierten Parkplatz neben Weinbergschule und Turnhalle hob ein Kran die Container vom Transporter...
Auf dem asphaltierten Parkplatz neben Weinbergschule und Turnhalle hob ein Kran die Container vom Transporter... © Arvid Müller
...und zu ihrem Bestimmungsort für die nächsten zwei Jahre, wo die zwölf Bauteile zu einem Gebäude zusammenmontiert werden.
...und zu ihrem Bestimmungsort für die nächsten zwei Jahre, wo die zwölf Bauteile zu einem Gebäude zusammenmontiert werden. © Arvid Müller

Um die einzelnen Module an ihren Bestimmungsort mitten in dem Schulgelände zu bekommen, müssen sie zunächst an der Straße der Jugend vom großen auf den kleinen Transporter gehievt werden. Dann fährt der Kleintransporter jeden Container einzeln auf das Areal, wo ein großer Kran wartet. Dieser hebt die Bauteile zu dem Platz, wo sie nach und nach zusammenmontiert werden.

Mit Verspätung hing erster Container am Kran

Bis der kleine Transporter eintraf, waren die Vormittagsstunden verstrichen. Gegen 12 Uhr schwebte das erste Modul am Kranarm hängend auf dem asphaltierten Platz neben der Sporthalle ein. Zu Verzögerungen soll der verspätete Beginn des Aufbaus laut Stadtsprecherin Ute Leder nicht weiter führen. Zwei Tage sind für das Aufstellen veranschlagt. Für das Prozedere mit Anliefern und Montieren trägt die beauftragte Firma die Verantwortung.

Eigentlich sollte die Schule schon am 15. Februar den Interimsbau beziehen. Doch den ersten Aufbautermin, der sechs Tage zuvor starten sollte, vereitelte Wettergott Petrus. Der Standplatz war damals komplett mit Schnee bedeckt. Das weiße Pulver ist längst wieder getaut. Der Aufbau konnte nun nachgeholt werden.

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Die einzelnen Container weisen bereits einen hohen Ausstattungsgrad auf. Unter anderem sind Heizung, Lüftung, Lichtschalter und Steckdosen sowie Toiletten schon eingebaut. Vier Module werden zu einem Fachkabinett zusammengesetzt. Des Weiteren gibt es in dem Gebäude ein Klassenzimmer, ein Lager und einen Technikraum sowie je ein Zimmer für Sekretariat, Schulsozialarbeiterin, Oberstufenberater und Fachleiter. Den Containerbau hat die Stadt für den Zeitraum der Sanierung des Luisenstift-Altbaus von diesem Frühjahr an bis zum dritten Quartal 2023 gemietet. Die Mietkosten betragen rund 90.000 Euro.

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