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Pflaster am Kultur-Bahnhof ist wieder kaputt

Eine große Reparatur gab es auf der Zufahrtsstraße erst vor rund dreieinhalb Jahren. Der Eigentümer sucht nun nach einer dauerhaften Lösung.

Von Silvio Kuhnert
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Das im Sommer 2018 neu verlegte Pflaster weist wieder Verwerfungen auf. Die Stolperfallen müssen repariert werden.
Das im Sommer 2018 neu verlegte Pflaster weist wieder Verwerfungen auf. Die Stolperfallen müssen repariert werden. © Arvid Müller

Radebeul. Auf der Zufahrt zum Parkplatz von Kultur-Bahnhof und Rewe-Supermarkt in Radebeul-Ost wackeln wieder die Pflastersteine. Vor allem in dem Bereich, wo das Gefälle in eine ebene Fläche übergeht, sind etliche Steine locker und weisen Verwerfungen auf.

Erst im Sommer 2018 hat Investor Christoph Dross die kleine Straße neu pflastern lassen. Damals war diese gerade erst rund fünf Jahre alt. Die Zufahrt ist in Privatbesitz, gehört zum Grundstück des Investors. Dross errichtete das Gebäude mit Rewe-Markt, Parkhaus, Ärztehaus und Commerzbank. Und seiner Stimme ist beim Telefongespräch ein gewisser Ärger anzuhören, dass das Pflaster in der Farbe sachsengelb wieder nicht hält. Vor einem Jahr gab es die jüngsten Reparaturen.

Enormer Druck durch Lieferfahrzeuge

Bautechnisch stelle der Bereich zwischen der schrägen Zufahrt und dem ebenen Parkplatzbereich eine Herausforderung dar und Bauingenieure und Baufirma vor große Probleme und Fragezeichen. "Eine Patentlösung gibt es nicht. Es wurde schon umfangreich nachgebessert", muss Dross ernüchternd feststellen.

Das Problem: Die abschüssige Straße fahren nicht nur Pkw hinunter, die einen Parkplatz suchen. Sondern hier müssen auch die Lieferfahrzeuge für den Rewe-Supermarkt entlang. Diese sind bedeutend schwerer. Die Pflastersteine seien durch die Fahrzeuge und ihren Rädern einem enormen Druck ausgeliefert, berichtet Dross. Unter und zwischen den Steinen befinden sich Kies und Sand, und diese werden durch Regenwasser immer wieder ausgeschwemmt.

Komplexe Lösung erforderlich

Eine Erklärung, für die immer wieder auftretenden Verwerfungen, ist da. Doch wie eine Lösung aussehen könnte, bereitet Kopfzerbrechen. Im Sommer 2018 gab es eine größere Reparatur. Dross ließ das Pflaster komplett austauschen. Statt quaderförmig waren die neuen Steine wellenförmig. Zudem wurden in Abständen quer Granitsperren aus Stein gesetzt, die dem Pflaster zusätzlichen Halt geben sollten. Wie sich nun herausstellt, ist die Lösung nicht ausreichend.

"Das ist kein Dauerzustand. Wir arbeiten an einer Lösung", berichtet Dross, angesichts der neuen Wackelsteine. Bauingenieure sitzen bereits daran und machen sich Gedanken, wie dieses lästige und komplexe bautechnische Problem behoben werden kann. Dross hofft, dass eine zündende Idee bis zum Frühling gefunden ist und spätestens im Frühsommer entsprechende Arbeiten erfolgen können, die dafür sorgen, dass das Pflaster künftig hält.

Wie lange die Bauarbeiten dauern werden und welche Einschränkungen sie gegebenenfalls für den Verkehr zur Folge haben, lässt sich momentan noch nicht sagen. Im Sommer 2018 war für den Austausch der Pflastersteine die Westzufahrt rund zweieinhalb Wochen für Autos gesperrt.