SZ + Radebeul
Merken

Radebeuler CDU plädiert für Atomkraft

Für eine sichere Stromversorgung bedarf es eines verlässlichen Energielieferanten mit wenig CO2-Ausstoß für die Grundlast. Dafür kommt Kernenergie infrage.

Von Silvio Kuhnert
 2 Min.
Teilen
Folgen
Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Radebeul. Aus Sicht der Radebeuler CDU geht Klimaschutz nur mit Atomkraft. Einen entsprechenden Antrag haben die Delegierten aus Radebeul und dem Landkreis Meißen auf dem jüngsten Landesparteitag gestellt. Der CDU-Parteitag hat diesen Antrag zur weiteren Beratung an die CDU-Landtagsfraktion sowie die CDU-Landesgruppen im Bundestag sowie im Europäischen Parlament verwiesen. Auf EU-Ebene steht in Kürze die Entscheidung an, welche Arten der Energieerzeugung als passend zum „Green Deal“ der EU eingeordnet werden. Diese Einordnung ist Grundlage für anstehende Investitionsentscheidungen in Milliardenhöhe.

Die Initiative für den Antrag ging von Radebeuls CDU-Vorsitzenden Werner Glowka aus. Er begründet dies wie folgt: "Wer es ernst meint mit dem Klimaschutz, der muss alle Hebel in Bewegung setzen, um den CO2-Ausstoß schnell und dauerhaft zu senken. Eine sichere Energieversorgung kann in Zukunft bei der Volatilität von erneuerbarem Strom nur bei einer dauerhaft verlässlichen Grundlast der Stromerzeugung gewährleistet werden." Wenn hierfür Kohle, Öl und Erdgas mittel- und langfristig aus Klimaschutzgründen ausfallen, bleibe nur die Atomkraft übrig, diese Grundlast im europäischen Verbund abzusichern. "Zu dieser Erkenntnis kommen immer mehr Menschen, auch in Sachsen, ganz unabhängig davon, ob man Atomkraft nun mag oder nicht", so Glowka.

Auch wenn Deutschland aufgrund politischer Festlegungen künftig auf Atomkraft verzichten wolle, so sollte sich die Bundesregierung wie die griechische Regierung dazu bekennen, dass andere Länder an der Nutzung nuklearer Techniken nicht gehindert werden, appelliert der Radebeuler CDU-Chef. Zu den Parteitagsdelegierten aus dem Kreis Meißen, die den Antrag unterstützen, gehören der CDU-Kreisvorsitzende Sebastian Fischer, die Landtagsabgeordnete Daniela Kuge, Landtagspräsident Matthias Rößler, Geert Mackenroth sowie Kreistagsfraktionschef Ulrich Reusch.