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Radebeuler Denkmalverein lobt Fotowettbewerb aus

Zu Beginn des Jahres stellte der Vorstand noch die Existenzfrage. Nun kommt der Radebeuler Verein mit neuen Ideen.

Radebeuler sind aufgerufen, Fotos von ihrer Stadt zu machen - von Schönheiten, Kleinoden oder kritischen Punkten.
Radebeuler sind aufgerufen, Fotos von ihrer Stadt zu machen - von Schönheiten, Kleinoden oder kritischen Punkten. © Norbert Millauer

Radebeul. Nicht zuletzt in der Diskussion um den Bau neuer Häuser kam in Radebeul immer wieder die Frage zur Identität der Stadt auf, was die Kommune als Villen- und Gartenstadt ausmacht und welche Gebäude zum Stadtbild passen. Der Verein für Denkmalpflege und neues Bauen lobt jetzt einen Fotowettbewerb aus. Unter dem Titel „Mein Blick auf Radebeul“ sollen Einwohner Bilder von ihrer Heimatstadt machen. Gesucht werden maximal zwei Fotos pro Einreicher, die den eigenen Blick auf die Lößnitzstadt wiedergeben – dieser kann die Schönheiten, Kleinode oder auch kritische Punkte benennen. „Ohne Text, nur Foto. Es gibt kein Richtig oder Falsch“, so Vereinsvorsitzender Jens Baumann.

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Der Aufruf ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Stimme des Denkmalvereins in Radebeul nicht verstummt. Die Coronapandemie hatte das Vereinsleben zum Erliegen gebracht, sodass der langjährige Vorsitzende Baumann zu Beginn des Jahres in einer Mitgliederbefragung die Zukunftsfrage stellte, ob die Mitglieder des seit 1993 existierenden Vereins weitermachen wollen oder nicht. Das Votum fiel klar zum Fortbestand aus. „2023 werden wir das 30-jährige Bestehen nun feiern“, teilte Baumann mit. Der Verein zähle nach wie vor circa 100 Mitglieder, Verstärkung sei gern gesehen.

Vorstand neu gewählt und erweitert

Der Denkmalverein konnte jüngst seine wegen Corona mehrfach verschobene Jahreshauptversammlung und turnusmäßigen Vorstandswahlen durchführen. Der Vorstand hat sich erweitert: Schatzmeister ist Jörg Müller (Freier Berater). Trotz Namensgleichheit ist er nicht mit Radebeuls Baubürgermeister zu verwechseln. Die promovierte Landschaftsarchitektin Grit Heinrich, Bauunternehmer Robert Bialek und Architekt Thomas Scharrer wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gekürt. An der Spitze haben die Vereinsmitglieder Jens Baumann, der für die CDU im Stadtrat sitzt, als Vorsitzenden im Amt bestätigt. „Neue Vorhaben mit dem Pavillon beim Mohrenhaus sowie dem Zillergrab deuten sich an, ebenso werden wir uns weiterhin ins Baugeschehen einbringen – mit Stellungnahmen sowie der Gestaltungssatzung wie auch dem Gestaltungsbeirat“, so Baumann. Sowohl das Erarbeiten der Satzung durch die Stadtverwaltung als auch das Einführen eines Beirats hat der Denkmalverein angestoßen.

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Ein weiteres Projekt ist der Fotowettbewerb. Bis 15. November dieses Jahres nimmt der Denkmalverein Einsendungen entgegen. Unter den Einreichern werden sechs Flaschen Radebeuler Wein verlost. Am Ende steht eine Präsentation im Netz, zudem wird eine Ausstellung mit einer Auswahl der Bilder im Kultur-Bahnhof angestrebt.

Einsendungen für den Fotowettbewerb per Email an [email protected] oder per Post (mindestens DIN-A4-Format) an Jörg Müller, 01445 Radebeul, Bennostraße 23.

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