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Radebeuler votieren gegen Fußgängerzone

Das Abstimmungsergebnis zum Verkehrskonzept für die Bahnhofstraße in Radebeul-West liegt vor - mit einem eindeutigen Bürgervotum.

Für die künftige Verkehrsführung auf der Bahnhofstraße standen drei Varianten zur Abstimmung.
Für die künftige Verkehrsführung auf der Bahnhofstraße standen drei Varianten zur Abstimmung. © Norbert Millauer

Radebeul. Das Ergebnis der Bürgerbefragung zur Verkehrsführung auf der Bahnhofstraße in Radebeul-West ist eindeutig: 77,5 Prozent beziehungsweise 1.054 Radebeuler stimmen dafür, dass die jetzige Regelung beibehalten wird. Fahrzeuge sollen auch in Zukunft in beide Richtungen über den mittleren Abschnitt zwischen Sparkasse und Bahnhofsvorplatz rollen dürfen. 

Für eine Fußgängerzone in diesem Bereich können sich nur 11,3 Prozent oder 154 Bürger erwärmen, für eine Einbahnstraßenregelung votieren 8,8 Prozent beziehungsweise 119 Einwohner. 18 Radebeuler (1,3 Prozent) machten andere Lösungsvorschläge, 15 (1,1 Prozent) lehnten die vorgeschlagenen drei Varianten komplett ab.

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Vom 6. Juli bis zum 28. August dieses Jahres hatte die Stadtverwaltung eine Bürgerbefragung zum künftigen Verkehrskonzept für die mittlere Bahnhofstraße durchgeführt. Insgesamt gingen 1.360 Antworten per vorbereiteten Karten (89,7 Prozent/ 1.219 Stimmen), Online-Abstimmung (8,5/116), E-Mail (1,7/23) oder Brief (0,1/2) im Rathaus ein. 

Bei der Auswertung unterscheidet die Verwaltung noch einmal zwischen einer offenen Beteiligung, bei der alle Interessierten abstimmen konnten, und einer geschlossenen Befragung, bei der sie gezielt Anrainer, Grundstückeigentümer, Händler und Gewerbetreibende sowie Schulen und Kitas im Umfeld der Bahnhofstraße zwecks ihrer Meinung anschrieb. 

Bei beiden Beteiligungsformen hatte Variante 0, bei der die jetzige Verkehrsregelung unverändert bleibt und nur die Kreuzungsbereiche zur Güterhofstraße im Norden und vor der Sparkasse im Süden baulich verbessert werden sowie die Stellplätze wegfallen, mit 79,8 Prozent beziehungsweise 69,5 Prozent deutlich die Nase vorn.

Das Ergebnis wird nun dem Stadtrat vorgelegt. Dieser soll bis Ende dieses Jahres eine Entscheidung treffen. 

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