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Radeburg: Neuer Planer und Verlegeplan für den Markt

Seit fast einem Jahr ist der komplett umgebaute Platz wieder gepflastert. Fertig ist er allerdings nicht. Und das wird wohl noch eine Weile so bleiben.

Sieht auf den ersten Blick fertig aus - ist es aber nicht. Doch es gibt Neues von den Verhandlungen der Stadt mit der Baufirma über die notwendigen Nachbesserungen auf dem neugestalteten Radeburger Markt.
Sieht auf den ersten Blick fertig aus - ist es aber nicht. Doch es gibt Neues von den Verhandlungen der Stadt mit der Baufirma über die notwendigen Nachbesserungen auf dem neugestalteten Radeburger Markt. © Norbert Millauer

Radeburg. Er war im Jahr 2019 die Großbaustelle der Zille-Stadt. Der Markt in Radeburg. Für rund 1,2 Millionen Euro hat ihn die Stadt komplett umgestalten lassen. Dafür wurden in mehreren Bauabschnitten nicht nur alle Pflastersteine und Gehwegplatten herausgenommen, sondern auch der Brunnen saniert und dabei um rund sieben Meter versetzt. Mit der Neugestaltung ist auch die bauliche Erhöhung der Marktinsel verschwunden. Ein Teil der alten Pflastersteine wurde für die neue Straße um die Insel verwendet. Der Großteil der neu verlegten wurde dagegen aus Asien importiert.

Ein knappes Jahr war für die Arbeiten geplant. Und tatsächlich konnten die Karnevalisten im vergangenen Jahr wieder im Mega-Zelt auf dem Platz feiern. Danach wurde allerdings noch weitergearbeitet. Und im Sommer sogar ein Teil des verlegten Pflasters wieder herausgenommen. Seitdem stehen auf der neuen Insel Bauabsperrungen und einige Verkehrszeichen sind nach wie vor nur provisorisch aufgestellt. Denn die Stadt hat den Bau immer noch nicht abgenommen.

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Informationen, wie es auf dem Markt weitergeht und vor allem, wann der zentrale Platz endlich tatsächlich fertig wird, gibt es aus dem Rathaus eher selten und nur spärlich. Im SZ-Gespräch zum Jahreswechsel hatte Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos) gesagt, dass im vergangenen Jahr zwar alle Oberflächen geschlossen wurden, die Stadt aber mit mehreren Gutachten bauliche Mängel in den Bereichen der Marktinsel und der Parkflächen nachgewiesen hat. „Noch laufen die Verhandlungen zwischen Stadt und Bauunternehmen, wann und in welchem Umfang die notwendigen Arbeiten zur Beseitigung dieser Defizite durchgeführt werden.“

Nachbesserungen in diesem Jahr?

In der jüngsten Sitzung des Radeburger Stadtrats gab es jetzt Neuigkeiten zum Thema. Die Bürgermeisterin informierte, dass es inzwischen einen neuen Planer für den Markt gebe und ein neuer Verlegeplan erarbeitet werde. Wie Michaela Ritter auf Anfrage der SZ sagte, geht es bei den notwendigen Nachbesserungen auch um ein gefälligeres Aussehen der neuen Marktflächen. Offen sei dabei noch, ob das mit den vorhandenen Steinen gelingt, oder neue bestellt werden müssen.

Davon dürfte auch im Wesentlichen mit abhängen, wann der Markt nun tatsächlich fertig wird. „Die Lieferfristen für neue Steine aus Asien betragen fünf bis sechs Monate.“ Es sei aber auch gut möglich, dass es aufgrund der Corona-Pandemie sogar noch länger dauert. „Das Ziel ist eigentlich, die noch notwendigen Arbeiten in diesem Jahr zu realisieren“, so die Rathauschefin. Noch ist allerdings eine entsprechende Vereinbarung nicht abgeschlossen.

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In der genannten Sitzung hat der Radeburger Stadtrat dennoch einen Beschluss zum Markt gefasst. Da dessen Umgestaltung aus Stadtumbaumitteln finanziert wird - in die Kosten teilen sich Stadt, Land und Bund somit zu jeweils einem Drittel - mussten die Räte beschließen, dass die noch nicht an die Baufirma ausgezahlten Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro nicht anderweitig ausgegeben werden. Insgesamt sei der von der Stadt derzeit noch zurückgehaltene Betrag mehr als doppelt so hoch, sagte die Bürgermeisterin auf SZ-Nachfrage.

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