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Schichtbetrieb im Rathaus in Radebeul

Um Kontakte zu reduzieren, arbeiten Mitarbeiter der Radebeuler Stadtverwaltung nicht nur im Homeoffice. Es gelten auch neue Dienstzeiten.

Das Historische Rathaus steht an der Pestalozzistraße in Radebeul-Ost.
Das Historische Rathaus steht an der Pestalozzistraße in Radebeul-Ost. © Norbert Millauer

Radebeul. Um die Kontakte in der Arbeitswelt zu reduzieren und somit das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren, sollen Arbeitgeber überall dort, wo keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen, Homeoffice, Arbeiten von zu Hause aus, anbieten. So wünscht und fordert es die Bundesregierung. „Inwieweit kann dies in der Stadtverwaltung umgesetzt werden?“, fragte CDU-Stadträtin Bianca Erdmann-Reusch auf der jüngsten Stadtratssitzung nach.

Laut Ordnungs- und Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) besteht die Kernverwaltung im Rathaus, ohne Hausmeister oder Kita-Personal, aus 158 Mitarbeitern. Rund zwölf Prozent von ihnen befinden sich im Homeoffice. Das heißt nicht, dass sie eine komplette Woche oder gar mehrere Wochen nur im Heimbüro arbeiten. Meist wechseln sich Zeiten im Homeoffice mit Präsenzzeiten im Rathaus ab. Zu Hause dürfen sie keinen privaten Computer für Verwaltungstätigkeiten nutzen. Dienst- und Privat-PCs müssen getrennt sein. „Die technischen Bedingungen können wir gewährleisten“, so Lehmann.

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Knöllchenverteilen im Homeoffice nicht möglich

Oberbürgermeister Bert Wendsche sagte: „Wir als Stadt tragen natürlich auch in diesen Zeiten weiterhin eine Verantwortung für die ganze Bürgerschaft.“ Und nicht jeder Einwohner ist nur online unterwegs. Daher wird trotz Pandemie weiterhin immer donnerstags ein Sprechtag angeboten, der aber nur in Notfällen genutzt werden soll. Zudem sind Termine bei Sachbearbeitern nach telefonischer Vereinbarung möglich. „Die Dienstleistungen werden bei Beachtung aller Regeln angeboten“, betonte Wendsche. Nicht alle Arbeiten können von zu Hause aus erledigt werden. Beispielhaft nannte er die Streifgänge des Ordnungsdienstes.

Um die Kontakte im Rathaus unter Mitarbeitern zu reduzieren, wurde eine Art Gleitzeitmodell eingeführt. Damit nicht alle Mitarbeiter, die im Rathaus präsent sein müssen, sich gleichzeitig in Büros und Fluren tummeln, wird die Arbeitszeit über den Tag neu verteilt, und zwar in der Zeitspanne von 5 bis 22 Uhr. Je nach Zeitaufteilung gibt es eine Art Früh- und Spätschicht. Zudem zählt auch der Sonnabend zu den Bürotagen. Nur am Sonntag bleiben die Türen des Rathauses auch für Verwaltungsmitarbeiter verschlossen.

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