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Schleichweg im Radebeuler Westen wieder frei

Zwischen Radebeul und Coswig kann der Verkehr ohne Behinderung rollen. Doch die nächste Straßensperrung steht bereits an.

Der Asphalt ist auf der Mittleren Bergstraße an der Stadtgrenze zu Coswig verlegt. Damit ist der Bau der Fahrbahn abgeschlossen. Nur am Rand stehen noch Restarbeiten an.
Der Asphalt ist auf der Mittleren Bergstraße an der Stadtgrenze zu Coswig verlegt. Damit ist der Bau der Fahrbahn abgeschlossen. Nur am Rand stehen noch Restarbeiten an. © Norbert Millauer

Radebeul. Gute Nachricht für Kraftfahrer: An diesem Freitag will die Stadt Radebeul am Nachmittag gegen 14 Uhr die Mittlere Bergstraße zwischen Spitzgrundweg und Stadtgrenze Coswig für den Verkehr freigeben. Damit können auf dieser beliebten Alternativroute zur Meißner Straße wieder Autos rollen. Das kündigte Stadtsprecherin Ute Leder an.

Seit Oktober 2019 war der Schleichweg ab den Gleisen der Straßenbahnlinie 4 auf der Gerhart-Hauptmann-Straße gesperrt. Grund war der grundhafte Ausbau. Denn bergauf war der Straßenzug die reinste Holperpiste. Statt Asphalt lagen dort noch Pflastersteine. Die sind nun weg und die Bauleute haben eine glatte Schwarzdecke aufgebracht.

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Baubeginn im Herbst 2019

Die Gerhart-Hauptmann-Straße war aber nur der erste Abschnitt. Ab der Krapenburg ließ die Stadt auch die Mittlere Bergstraße zunächst bis zum Spitzgrundweg auf Vordermann bringen. Dort war die Fahrbahn ebenfalls in einem desolaten Zustand. Zudem fehlten Gehwege. Als die Arbeiten gestartet waren, lag der Baubeschluss bereits zehn Jahre zurück. Immer wieder wurde das Vorhaben verschoben. Anwohner hatten sogar eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen und Unterschriften gesammelt, damit aus der Huckelpiste endlich eine gescheite Straße wird.

So sah die Mittlere Bergstraße vor der Sanierung aus.
So sah die Mittlere Bergstraße vor der Sanierung aus. © Arvid Müller

Etwas über 700 Meter war der erste Bauabschnitt ab der Gleisanlage bis Höhe Spitzgrundweg lang. Dort kam das alte Pflaster raus und neuer Asphalt rein. Zuvor verlegte die Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Radebeul + Coswig GmbH (WAB R+C) teilweise die Trinkwasserleitung neu und erneuerte sämtliche Schmutzwasser-Hausanschlüsse. Die Stadtwerke Elbtal rissen die alte Oberleitung zur Stromversorgung, inklusive der Masten, ab. Strom erhalten die Anrainer nun über unterirdisch neu verlegte Leitungen. Zudem entstand eine Leerrohrtrasse für den Breitbandausbau im Untergrund. Darüber wurde Asphalt auf einer Fläche von 4.000 Quadratmeter auf der Fahrbahn aufgetragen. Für die Gehwege verlegten die Bauarbeiter Betonpflaster auf einer Gesamtfläche von etwa 1.650 Quadratmeter. Für Zufahrten und Überfahrten verbauten sie Granit-Kleinpflaster auf zusammenaddiert 750 Quadratmeter Grundfläche.

Erster Bauabschnitt seit Dezember 2020 fertig

In diesem Abschnitt konnten die Bauarbeiten im Dezember vorigen Jahres abgeschlossen werden. Nahtlos begann der zweite Bauabschnitt ab Spitzgrundweg bis zur Stadtgrenze Coswig. Die WAB R+C baute einen neuen Mischwasserkanal. Im Anschluss ließ die Lößnitzstadt die Fahrbahn grundhaft ausbauen, die Straßenentwässerung erneuern und beidseitig Gehwege mit Betonsteinpflaster anlegen.

„Bei Ausbau des circa 260 Meter langen letzten Bauabschnitts der Mittleren Bergstraße wurden circa 1.400 Quadratmeter Asphalt für die Fahrbahn eingebaut und 1.100 Quadratmeter Gehwegfläche einschließlich Zufahrten neu hergestellt“, informiert Leder. Mit den Arbeiten hat die Stadt die Firma Eurovia Verkehrsbauunion aus Radeberg beauftragt. Die Baukosten betragen für den zweiten Bauabschnitt rund 650.000 Euro. Insgesamt hat die Stadt für den Ausbau der 973 Meter langen Gesamtstrecke über 2,25 Millionen Euro investiert.

Grünes Licht für Ausbau der Meißner Straße

Eine Woche lang stehen in Radebeuls Westen Kraftfahrern nun die parallel verlaufenden Routen, Meißner und Mittlere Bergstraße, zur Verfügung. Ab Mai bis Ende des Jahres ist jedoch die Hauptverkehrsader für den Verkehr gesperrt. Denn in Höhe Löma-Center wird die Meißner Straße zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Spitzgrundweg grundhaft saniert.

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Die Bauarbeiten können wie geplant am 3. Mai 2021 beginnen. Der Stadtrat hat auf seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig den Bauauftrag an die Strabag AG vergeben. Insgesamt sind für das Projekt fast 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Der städtische Anteil für den Straßenbau liegt etwas über 700.000 Euro. Auch hier ersetzt die WAB R+C vor der Fahrbahnerneuerung den Mischwasser-Sammler durch einen leistungsfähigeren Kanal und erneuert Hausanschlussleitungen sowie Teile der Trinkwasserleitungen. Zudem bekommt das Löma-Center eine neue Zufahrt.

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