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So sieht es in Radebeuls neuem Hort aus

Nach rund 20 Monaten Bauzeit erfolgt in den Sommerferien der Umzug in den Schillerhort. Der Neubau in Radebeul-Ost bietet Ateliers und weitere Themenräume.

Blick an der Kreuzung Schilden-, Pestalozzistraße auf den neuen Hort: Die Außenfassade bekam eine Holzoptik.
Blick an der Kreuzung Schilden-, Pestalozzistraße auf den neuen Hort: Die Außenfassade bekam eine Holzoptik. © Arvid Müller

Radebeul. Ein großes Atelier für Holzarbeiten, Malen oder Basteln, ein Bewegungsraum mit Boulder- und Kletterwand sowie einem Boxsack, Themenräume fürs Theaterspielen mit einem Podest und viel Stauraum darunter - das und noch viel mehr hat das neue Hortgebäude in Radebeul zu bieten. Auf dem einst verwilderten und mit Brombeerhecken zugewachsenen Grundstück an der Ecke Pestalozzi-, Schildenstraße ist ein Eldorado für Kinder entstanden. 160 Schiller-Grundschülern bietet der erste Hortneubau in der Lößnitzstadt seit der Wende Platz.

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Im Oktober 2019 begannen die Bauarbeiten für den neuen Hort. Mit ihm verbessert sich die Betreuung der Schüler im Zentrum von Radebeul-Ost nach Unterrichtsschluss. Denn derzeit muss ein Teil der Hortkinder die Klassenräume nutzen, ein anderer befindet sich in einem barackenartigen Gebäude auf dem Areal von Schiller-Grundschule und Pestalozzihaus. Dieses Haus entspricht jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen, zudem läuft die Betriebserlaubnis aus. Um die Situation für die Hortkinder zu verbessern, lobte die Lößnitzstadt 2015 einen Architekturwettbewerb aus. Aus den 30 eingereichten Entwürfen kürte eine Fachjury das Dresdner Büro O+M Architekten zum Sieger. In rund 20 Monaten Bauzeit nahmen ihre Pläne nun Gestalt an.

Das Außengelände befindet sich noch im Bau. Das Klettergerüst steht schon.
Das Außengelände befindet sich noch im Bau. Das Klettergerüst steht schon. © Arvid Müller
Wo der Bagger steht, kommt ein Kleinspielfeld für Fuß-, Hand- und Vollleyball hin.
Wo der Bagger steht, kommt ein Kleinspielfeld für Fuß-, Hand- und Vollleyball hin. © Arvid Müller
Am Haupteingang ist der Anmeldebereich.
Am Haupteingang ist der Anmeldebereich. © Arvid Müller
Das lichtdurchfluteten Treppenhaus bildet das Zentrum des Gebäudes von ihm aus sind alle Themenräume zu erreichen.
Das lichtdurchfluteten Treppenhaus bildet das Zentrum des Gebäudes von ihm aus sind alle Themenräume zu erreichen. © Arvid Müller
Im Bewegungsraum können die Hortkinder klettern, boxen oder sich an Seilen hochziehen.
Im Bewegungsraum können die Hortkinder klettern, boxen oder sich an Seilen hochziehen. © Arvid Müller
Wer sich viel bewegt, benötigt auch einmal eine Pause. Im Ruheraum stehen Sofas und Liegeecken zum Abhängen bereit.
Wer sich viel bewegt, benötigt auch einmal eine Pause. Im Ruheraum stehen Sofas und Liegeecken zum Abhängen bereit. © Arvid Müller
Die meisten Themenräume müssen noch eingerichtet werden. In ihnen können die Kinder kreativ arbeiten.
Die meisten Themenräume müssen noch eingerichtet werden. In ihnen können die Kinder kreativ arbeiten. © Arvid Müller
Der Speiseraum ist bereits möbliert. Grün ist ein wiederkehrender Farbton im Gebäude.
Der Speiseraum ist bereits möbliert. Grün ist ein wiederkehrender Farbton im Gebäude. © Arvid Müller
In der Kinderküche können Mädchen und Jungen selbst backen und kochen.
In der Kinderküche können Mädchen und Jungen selbst backen und kochen. © Arvid Müller

„31 Baufirmen und 15 Planungsbüros waren am Hortneubau beteiligt“, berichtet Ines Röber, Sachgebietsleiterin Hochbau im Stadtbauamt. Wegen der Ecklage ist der Grundriss des neuen Horts zickzackförmig. Mädchen und Jungen von der ersten bis zur vierten Klasse betreten das Grundstück von der Pestalozzistraße aus. Somit können sie den Weg von der Schule zum Hort fußläufig auf dem Gehweg zurücklegen, ohne die Straße überqueren zu müssen. Der Haupteingang ins neue Haus liegt auf der straßenabgewandten Seite.

Freies Arbeiten in Kreativräumen

Am Eingang passieren die Kinder zunächst die Anmeldung. Danach betreten sie den hellen, großen Flur mit Treppe zur ersten Etage und einer Galerie im Obergeschoss. Von diesem zentralen Punkt gehen die Räume ab, wie für die Garderobe sowie zu den zwölf Themenräumen. Die Klassenkameraden müssen nicht, wie es manch Erwachsener von seiner Schulzeit noch kennt, pro Jahrgang und Verbund in einem Hortzimmer zusammenhocken.

Sondern je nachdem, welchen Interessen ein Mädchen oder Junge am Nachmittag nachgehen möchte, sucht es oder er das jeweilige Zimmer auf. Neben Klettern, Basteln, Malen, Modellieren hat das Hortgebäude eine Bibliothek mit PC-Arbeitsplätzen, eine Kinderküche und einen Ruheraum zum Abhängen zu bieten. Natürlich stehen auch drei Themenräume zum Erledigen der Hausaufgaben zur Verfügung. Zwölf Erzieher passen auf die Hortkinder auf.

Rund 4,5 Millionen Euro Baukosten

Das Hortgebäude ist bis auf ein paar letzte Handgriffe fertig. In den Sommerferien erfolgt der Umzug und mit Beginn des neuen Schuljahres nehmen es die Schiller-Grundschüler in Besitz. Die Gestaltung der Außenfläche mit Asphaltplatz für Roller und Tretautos, einem Kleinspielfeld für Fuß-, Hand- und Volleyball sowie einem Klettergerüst dauert noch bis Ende des Jahres.

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Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Lößnitzstadt in den neuen Hort. 75 Prozent der Baukosten werden aus dem Fördertopf für das Sanierungsgebiet Radebeul-Ost bezuschusst. Circa 448.000 Euro für die Ausstattung stammen aus einem Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums.

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