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Kein Geld für Solarleuchte

Bürger aus Großdittmannsdorf haben die Stadt Radeburg um das Aufstellen einer Straßenlampe gebeten. Die Stadträte lehnten ab. Aus mehreren Gründen.

Licht ins Dunkel. So hell wie diese LED-Lampe wäre die Solarleuchte nicht gewesen. Das ist nicht der einzige Grund, warum sie in Großdittmannsdorf nicht aufgestellt wurde.
Licht ins Dunkel. So hell wie diese LED-Lampe wäre die Solarleuchte nicht gewesen. Das ist nicht der einzige Grund, warum sie in Großdittmannsdorf nicht aufgestellt wurde. © Norbert Millauer

Radeburg. Welcher Fußgänger oder Radfahrer freut sich nicht über einen gut ausgeleuchteten öffentlichen Weg? Selbst Autofahrer können sich so besser orientieren. Der Bodener Straße im Radeburger Ortsteil Großdittmannsdorf würde etwas mehr Licht nicht schaden, fanden einige Anwohner. Sie baten die Stadt daher um das Aufstellen einer Straßenleuchte an der gemeinsamen Zufahrt zu ihren drei Grundstücken.

Mitarbeiter der Stadt prüften daraufhin die örtlichen Gegebenheiten. Dabei stellten sie unter anderem fest, dass nicht ausreichend öffentliche Fläche zum Aufbauen vorhanden ist. Die Nutzung eines privaten Grundstücks birgt indes Risiken. Zudem wird die vorhandene Beleuchtung durch eine Freileitung gespeist, die künftig möglicherweise durch ein Erdkabel ersetzt werden soll.

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Als Alternative zur Verlängerung des Kabels wurde die Montage einer Solarleuchte in Erwägung gezogen. Kostenpunkt einschließlich Tiefbau: fast 7.400 Euro. Das Problem dabei wäre allerdings: Die Solarlampe würde schon normal weniger hell leuchten als eine LED-bestückte. Hinzu kommt, dass sich die Lichtleistung an mehreren aufeinanderfolgenden bewölkten Tagen zusätzlich noch einmal deutlich verringern würde.

Unverhältnismäßig hohe Kosten

Eine gesetzliche Regelung zum Umfang der Straßenbeleuchtungspflicht durch die Kommune gibt es nach Aussage der Stadt nicht. Öffentliche Straßen sollten in geschlossenen Ortschaften vielmehr im Rahmen des Zumutbaren beleuchtet werden. An besagter Stelle der Bodener Straße gebe es weder eine eindeutig erkennbare Gefahrenstelle noch ein nennenswertes nächtliches Verkehrsaufkommen, so die Stadtverwaltung.

Der Technische Ausschuss des Radeburger Stadtrats lehnte den Antrag zum Aufstellen der Leuchte wegen der unverhältnismäßig hohen Kosten und der möglicherweise zu geringen Lichtstärke in den Wintermonaten ab. Den Bürgern bleibt freigestellt, die Leuchte auf eigenen Kosten zu errichten.

Mit der Entscheidung vermeiden die Räte auch einen möglichen Präzedenzfall. Denn Einzelanträge von Bürgern würden immer häufiger bei der Stadt eingereicht.

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