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Was sich die CDU für Radebeul wünscht

Ein neues Jahr wird traditionell mit Vorsätzen gestartet. Die Christdemokraten der Lößnitzstadt haben ihre auf einer Wunschliste zusammengetragen.

Ulrich Reusch führt nicht nur die CDU-Fraktion im Radebeuler Stadtrat an. Er ist auch Sprecher des CDU-Stadtverbandes.
Ulrich Reusch führt nicht nur die CDU-Fraktion im Radebeuler Stadtrat an. Er ist auch Sprecher des CDU-Stadtverbandes. © Arvid Müller

Radebeul. Zum Jahreswechsel hat sich die CDU Radebeul Gedanken darüber gemacht, was im neuen Jahr in der Lößnitzstadt erreicht werden sollte oder könnte. Daraus sind zehn Wünsche entstanden.

Der erste betrifft den Bahnhofsvorplatz in Ost. Dort wollen die Christdemokraten einen Treffpunkt für Jung und Alt sehen – eine Art „Agora“. So hieß im antiken Griechenland der zentrale Platz für Feste, Versammlungen und Handel einer Stadt. "Machen wir ihn zu einem Marktplatz der Meinungen und Möglichkeiten, zu dem man gerne kommt!", ruft Ulrich Reusch, Stadtverbandssprecher und Stadtratsfraktionschef, auf.

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Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 20. Januar 2021, in virtuellen Räumen statt.

Der zweite Wunsch betrifft den Kulturbahnhof. Dieser sollte auch als Ort für politische Veranstaltungen dienen dürfen. "Örtliche Parteien und Wählervereinigungen tragen ganz wesentlich zur politischen Kultur in unserer Stadt bei. Sie sollten deshalb den Kulturbahnhof genauso nutzen dürfen wie andere Gruppen", meint Reusch.

Schwimmhallensanierung ohne Stopp des Badbetriebs

An dritter Stelle auf der Wunschliste steht die Schwimmhalle. Die notwendige Sanierung sollte ohne Unterbrechung des Badebetriebs ermöglicht werden. "Schon zwei Schülerjahrgänge haben kaum noch Schwimmunterricht, und der Schwimmsport liegt auf dem Trockenen", berichtet Reusch. Durch den erneuten Lockdown wegen der Corona-Pandemie ist der gesamte Sport- und Freizeitkomplex des Krokofits seit Anfang November wieder geschlossen wie im Frühjahr. "Die Sanierung der Schwimmhalle sollte so geplant werden, dass sie ohne nochmalige Schließzeiten erfolgen kann", fordert Reusch im Namen der Union.

Der vierte Wunsch betrifft ebenfalls den gegenwärtigen Lockdown mit der erneuten Schließung der Schulen. Fern- beziehungsweise Heimunterricht muss auch per Video möglich sein. Dafür soll allen Schülern die dafür nötige Technik zur Verfügung gestellt werden. "Viele von uns, auch die Älteren, haben sich an Videokonferenzen und Home Office gewöhnt oder gewöhnen müssen. Nicht nur Eltern erwarten, das digitaler Unterricht nach fast einem Jahr Corona jetzt funktioniert und alle Schüler notfalls mit Leihgeräten auch von zu Hause aus folgen können", so Reusch.

Der fünfte Wunsch hat Stadtentwicklung und Bauen zum Inhalt. Hier richtet die Union den Blick auf das Wasapark-Areal. Im Jahr 2021 sollte es ihrer Meinung nach zum planungsrechtlichen Startschuss bei der Umgestaltung der Bürohausklötzer hin zu einem Wohngebiet kommen. "Wir haben die Chance, einen städtebaulichen Schandfleck zu beseitigen und attraktiv zu gestalten. Nutzen wir sie!", appelliert Reusch.

Handel, Gastronomie und Kultur unterstützen

Derzeit sind erneut Einzelhandel, Gastronomie sowie Theater und Konzertsäle geschlossen. Damit Gewerbetreibende und Künstler die Krise überstehen, ruft die Union alle Radebeuler und ihre Gäste auf, als Kunden und Besucher Geschäfte, Restaurants und Bühnen auszusuchen und bei ihnen für Umsatz zu sorgen, sobald sie wieder öffnen können. "Unser aller Appell: Wir brauchen Euch für eine lebendige Stadt!", so Reusch.

Am 26. September 2021 steht die Wahl zum 20. Bundestag an. Hier wünschen sich die Christdemokraten einen sachlichen und fairen Wahlkampf ohne aggressive Töne. "Plakat-Schlachten sind abschreckend", meint Reusch. Das es auch anders geht, habe die Landratswahl im vergangenen Herbst gezeigt.

Ein weiterer Wunsch betrifft ebenfalls die Bundestagswahl. Die CDU hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung: "Wählen gehen heißt: Wertschätzung unserer Demokratie. Bleiben wir in Radebeul ein gutes Beispiel für uns und andere!"

Die Meinung anderer respektieren

Auch im Hinblick des politischen Diskurses auf kommunaler Ebene haben die Christdemokraten einen Wunsch: "Demokratie in Stadt und Land lebt vom tatkräftigen Engagement vieler Bürger. Partei- und Fraktionsmitglieder ringen um Positionen, bündeln Meinungen und suchen Mehrheiten für Machbares. Für alle gilt: Keiner hat die Wahrheit gepachtet, und es lohnt sich, andere Meinungen zu hören und im Austausch gemeinsam Lösungen zu finden."

Last but not least hofft die CDU, im kommenden September ein Herbst- und Weinfest mit Sonnenschein und bester Stimmung feiern zu können. "Das haben wir uns nach Corona alle reichlich verdient", findet Reusch. Der Weinherbst 2020 fand nicht nur unter strengen Hygieneauflagen mit begrenzter Besucherzahl statt, sondern es fiel vor allem am Sonnabend auch reichlich Regen. (SZ/sku)

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