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Was sich die Grünen in Radebeul wünschen

Die Mitglieder der Ortsgruppe Radebeul von Bündnis 90/Die Grünen haben sich Gedanken gemacht, was 2021 in der Lößnitzstadt unbedingt passieren sollte.

Über die Wünsche der Radebeuler Grünen berichtet Eva Oehmichen, Vorsitzende der Stadtratsfraktion Bürgerforum/Grüne/SPD.
Über die Wünsche der Radebeuler Grünen berichtet Eva Oehmichen, Vorsitzende der Stadtratsfraktion Bürgerforum/Grüne/SPD. © Norbert Millauer

Radebeul. Ein neues Jahr beginnt man traditionell mit Wünschen und Vorsätzen. Im Hinblick auf die Kommunalpolitik hat die Radebeuler Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen ihre zu Papier gebracht. An erster Stelle auf der Wunschliste steht ein Plädoyer für ein Verkehrskonzept. In Radebeul als Garten- und Villenstadt, eingeklemmt zwischen Weinbergen und Elbe, bieten sich kaum Möglichkeiten, den Verkehr umzulenken oder gar auszulagern. "Jede Blechkarosse mehr verstopft Anwohnerstraßen und lärmt die Weinhänge empor zu den Wohnquartieren. Ganz abgesehen von Staus im engen Elbtal", meint Eva Oehmichen, Vorsitzende der Stadtratsfraktion Bürgerforum/Grüne/SPD.

Verzicht auf Auto ermöglichen

Aus Gründen des Klimaschutzes und zum Bewahren der Wohnqualität wünschen sich die Bündnisgrünen ein Konzept, das nicht nur Autofahrer, sondern alle Verkehrsteilnehmer im Blick hat. Ihnen schwebt ein modernes Mobilitätsmanagement vor, was den Verzicht auf ein Privatauto möglich macht. "Radfahren und Zu-Fuß-Gehen kann Spaß machen und belebt die Stadt. Intelligent kombiniert mit ÖPNV oder Sharing-Angeboten, verzichten wir auf Feinstaub und Lärm und erreichen trotzdem unsere Ziele", teilt Oehmichen in der Presseerklärung zum Jahresstart mit.

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Stadt soll Wasapark planen

Die Grünen begrüßen es, dass sich für das Areal des Wasaparks ein Investor gefunden hat, der die ungeliebten Bürogebäude abreißen und an deren Stelle ein Wohnquartier schaffen möchte. Beim Planen pochen sie jedoch auf mehr Mitspracherecht. "Wir wünschen uns einen Prozess, bei dem die hauptamtliche Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit allen Stadtratsfraktionen und der Bürgerschaft eigene Ideen und Ziele entwickelt. Gemeinsam mit dem Investor sollten diese umgesetzt werden. Die Stadt hat mit gutem Grund das Planungsrecht!", so Oehmichen.

Auf der politischen Wunschliste steht auch die Schwimmhalle. "In diesem Jahr braucht es eine Entscheidung darüber, ob neu gebaut oder saniert wird", fordert Oehmichen. Nicht nur für die Schwimmhalle, sondern auch für einen dritten Sportplatz müssten im Jahr 2021 Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet werden.

Baubeginn für Schulcampus Kötzschenbroda gefordert

Last but not least machen die Grünen eine Forderung zum Schulstandort in Kötzschenbroda auf. "Nach Jahren der Planung und Ankündigung soll es in diesem Jahr endlich mit dem Schulcampus Kötzschenbroda losgehen. Die derzeitigen Schulgebäude befinden sich in einem katastrophalen baulichen Zustand", so Oehmichen. Daher wird ein Baubeginn noch 2021 gewünscht.

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An der Harmoniestraße ist der Bau einer neuen Oberschule geplant. Danach wird die Grundschule saniert und das jetzige Oberschulgebäude zum Hort umgebaut. Alle drei Gebäude liegen in unmittelbarer Nachbarschaft, bilden einen Campus. Bevor jedoch der Grundstein für die neue Oberschule gelegt werden kann, muss die Kita Harmoniestraße umziehen, da ihr jetziges Domizil dem neuen Schulhaus weichen muss. Voraussetzung für den Umzug der Kita-Kinder ist die Erweiterung der Kita "Thomas Müntzer". Der Anbau lässt jedoch auf sich warten. "Bereits im November 2020 sollte Baubeginn sein", mahnt Oehmichen an.

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