merken
PLUS Radebeul

Wie Bäume in der Stadt geschützt werden können

Große Bäume prägen das Stadtbild von Radebeul. Über deren Schutz und das Fördern ihres Bestands wollen die Freien Wähler mit Radebeulern diskutieren.

Viel Grün ist zwischen den Gebäuden beim Blick vom Bismarckturm auf Radebeul zu sehen. Das soll nach Wunsch der Freien Wähler auch in Zukunft so bleiben.
Viel Grün ist zwischen den Gebäuden beim Blick vom Bismarckturm auf Radebeul zu sehen. Das soll nach Wunsch der Freien Wähler auch in Zukunft so bleiben. © Daniel Schäfer

Radebeul. Wie Bäume in der Stadt Radebeul geschützt und wie deren Bestand auf privatem Grund und Boden gefördert werden kann, darüber wollen die Freien Wähler mit allen Interessierten diskutieren. Nach Meinung der Radebeuler Stadtratsfraktion stoßen die bisherigen Gehölzschutzsatzungen bald an ihre Grenzen und können sogar schädlich wirken. So liegt noch bis Ende dieses Monats der Entwurf für eine neue Satzung zum Schutz von Bäumen und Sträuchern im Technischen Rathaus, Pestalozzistraße 8, aus. Deren Ziel ist es, dass Fällen zu erschweren.

Anzeige
Augen auf beim Küchen-Kauf
Augen auf beim Küchen-Kauf

Wer auf der Suche nach einer neuen Küche ist, sollte Wert auf professionelle Beratung und Planung vor Ort legen, zum Beispiel bei Hülsbusch in Dresden und Weinböhla.

So sollen künftig Bäume ab einem Stammdurchmesser von 60 Zentimetern in 100 Zentimetern Höhe gemessen in Radebeul unter einem besonderen Schutz stehen. Die Freien Wähler befürchten, dass künftig Gehölze auf privaten Grundstücken nicht so groß werden. Denn Eigentümer treibt die Sorge um, dass beispielsweise bei Sturm große Äste auf das Haus oder auf die angrenzende Straße und dort parkende Autos fallen können und dabei Schaden anrichten oder Menschen verletzen. Deshalb werden mitunter schon heute als Vorbeugung große Äste sehr stark gestutzt oder gar der ganze Baum vorsorglich gefällt.

Experten stellen Beispiele vor

Nach Ansicht der Freien Wähler wirft dies einige Fragen auf: Kann den Baumeigentümern bei der Last der Verantwortung für die alten Bäume geholfen werden? Kann es gelingen, Gehölze auf privaten Flächen auch ohne eine kommunale Baumschutzsatzung zu erhalten, und gibt es Beispiele für Gehölzsatzungen, die anstelle von Sanktionen vielmehr mit Förderung und Unterstützung der Baumeigentümer arbeiten? Wie kann das gemeinsame Ziel, alte Bäume zu erhalten und neue, klimaangepasste Gehölze anzubauen, erreicht werden?

Weiterführende Artikel

Entwurf der Baumschutzsatzung liegt länger aus

Entwurf der Baumschutzsatzung liegt länger aus

Die Stadt Radebeul hat die Bürgerbeteiligung um einen Monat verlängert. Freie Wähler planen Informations- und Diskussionsabend.

Radebeuler werden zum Baumschutz befragt

Radebeuler werden zum Baumschutz befragt

Die Stadt Radebeul will das Fällen von Gehölzen erschweren. Bevor der Stadtrat eine entsprechende Satzung beschließt, sollen Einwohner ihre Meinung sagen.

Wie Radebeul seine Bäume schützen will

Wie Radebeul seine Bäume schützen will

Es liegen zwei Vorschläge zum Gehölzschutz vor. Der eine zielt ab, den jetzigen Bestand zu erhalten, der andere will diesen zudem mehren.

Über den Schutz von Bäumen und die Förderung ihres Bestandes möchten die Freien Wähler mit Radebeulern diskutieren. Der Ortsverband lädt daher alle Bürger zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am kommenden Montag, 18. Oktober 2021, um 19 Uhr in den Luthersaal der Friedenskirchgemeinde, Altkötzschenbroda 40, ein. Experten stellen Beispiele für das Fördern des Gehölzbestandes vor. Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 3G-Regel.

Mehr zum Thema Radebeul