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Wo Fußwege in Radebeul saniert sind

Der schlechte Zustand von Gehwegen in der Lößnitzstadt wird von Radebeulern immer wieder beklagt. Die Stadt hat einige Verbesserungen geschaffen.

In Radebeul-Mitte wurde im Zuge des Ausbaus der Meißner Straße ein breiter Gehweg mit Betonsteinpflaster geschaffen.
In Radebeul-Mitte wurde im Zuge des Ausbaus der Meißner Straße ein breiter Gehweg mit Betonsteinpflaster geschaffen. © Arvid Müller

Radebeul. Rund 4.650 Meter Gehweg hat die Stadt Radebeul im Jahr 2020 grundhaft ausgebaut. Hinzu kommen weitere 820 Meter, auf denen großflächige Ausbesserungen und punktuelle Instandsetzungen erfolgten. Diese Bilanz zog Oliver Lange, Sachgebietsleiter Straßenbau im Rathaus, auf der jüngsten Bauausschusssitzung. Für die Komplettsanierung beziehungsweise den Neubau von Fußwegen gab die Lößnitzstadt im Jahr 2020 knapp 1,3 Millionen Euro aus. Weitere 163.000 Euro flossen in Reparaturen.

Beim grundhaften Ausbau lässt die Stadt Bordsteine und Pflastersteine komplett neu verlegen. Dies passiert regelmäßig parallel zu größeren Straßenbauvorhaben. So wurden bei der letzten Großbaustelle auf der Meißner Straße, deren Arbeiten im vorigen Sommer abgeschlossen waren, zwischen Rennerberg- und Dr.- Külz-Straße links und rechts der Fahrbahn, Bürgersteige auf einer zusammenaddierten Gesamtlänge von rund 1.800 Meter neu angelegt. Die Baukosten betrugen allein hier circa 600.000 Euro.

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Betonpflaster oder Sand-Splitt-Gemisch

Eine Komplettsanierung geschah 2020 auch auf folgenden Straßenzügen: Seestraße zwischen Garten- und Dresdner Straße, Serkowitzer Straße zwischen Wasa- und Kötzschenbrodaer Straße, im Bereich Karl-May- und Schumannstraße sowie an der Terrassenstraße und der Mittleren Bergstraße. Beim letztgenannten Straßenzug wurde ein neuer Fußweg auf einer Länge von rund 910 Meter geschaffen. Als Oberflächenmaterial kommen entweder Betonpflaster oder die sogenannte Sächsische Wegedecke, ein Sand-Splitt-Gemisch, zum Einsatz.

Das Instandsetzen besonders maroder Fußwegabschnitte, die sich als reinste Stolperfallen erwiesen, ließ die Lößnitzstadt unter anderem auf der Hainstraße, Horst-Viedt-Straße und Karl-Marx-Straße vornehmen. An der Kötzschenbrodaer Straße wurde in Höhe Weißes Haus sogar ein Fußweg aus festem Stein geschaffen. Zuvor gab es dort nur einen unbefestigten schmalen Streifen neben der Fahrbahn, der einem Trampelpfad glich. Rund 64.000 Euro investierte die Stadt in den knapp 200 Meter langen Gehweg.

Keine nassen Füße mehr in Höhe Weißes Haus

Mit den Worten "rausgeschmissenes Geld" geißelte CDU-Stadtrat Wolfgang Jacobi dieses Vorhaben. Er kritisierte, dass mit dem Bau des Abschnitts keine dauerhafte Lösung für Fußgänger und Radfahrer an der Kötzschenbrodaer Straße in Serkowitz gefunden wurde. Ein Radweg fehlt vollständig. Das einzig Gute sei, dass die Fußgänger nun keine nassen Füße mehr bekommen, meinte Jacobi. Vor dem Bau des befestigten Gehwegs mussten Passanten nach Regenfällen durch große Pfützen waten.

Von einer dauerhaften und vernünftigen Lösung, die in dem Bereich Weißes Haus geschaffen wurde, spricht dagegen Stadtbauamtsleiter Jörg Pötschke. Denn bislang grenzte Fahrbahn und Gehstreifen eine rot-gelbe Markierung aus Kunststoff ab. Diese musste in regelmäßigen Abständen immer wieder erneuert werden, was das Stadtsäckel belastete. Nun gibt es in dem Abschnitt einen ausgebauten Gehweg mit Bordstein und einer funktionierenden Straßenentwässerung.

Rund 460 Kilometer ist das Gehwegnetz in der Lößnitzstadt lang.

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