merken
PLUS Radebeul

Zirkuskunst auf hohem Niveau

Der DKSB-Ortsverein Radebeul erhält für das Projekt Inklusiver Kinder- und Jugendzirkus Sanro einen mit 10.000 Euro dotierten Preis für Kinderschutz.

Für ihre Akrobatik-Nummern trainieren die Kinder und Jugendlichen täglich bis zu zweieinhalb Stunden.
Für ihre Akrobatik-Nummern trainieren die Kinder und Jugendlichen täglich bis zu zweieinhalb Stunden. © HanseMerkur/Till Aufschlager

Radebeul. Mit Akrobatik an Tüchern, Clownerie auf Balancebällen und vielen weiteren Kunststücken verzaubert der Kinder- und Jugendzirkus Sanro des Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB), Ortsverband Radebeul, bei Festen in der Stadt oder auf dem Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters das Publikum.

 Die jungen Radebeuler gestalten selbst das Programm und Inklusion ist ein wichtiger Aspekt ihrer Philosophie. Herkunft, Hautfarbe oder Begabung spielen keine Rolle für die Teilnahme am Zirkus-Projekt. Gleichzeitig setzt man auf Qualität. So trainieren rund 100 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis 20 Jahren an beeindruckenden Darbietungen. Sieben Trainer unterstützen sie montags bis freitags in den Nachmittagsstunden bei den regelmäßigen Trainings.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Der Zirkus Sanro hilft Kindern und Jugendlichen bei ihrer Entwicklung auf vielen Ebenen, vermittelt soziale Kompetenzen und baut Vorurteile ab. Für dieses Engagement hat der DKSB-Ortsverband Radebeul an diesem Donnerstag den Anerkennungspreis des HanseMerkur-Preises für Kinderschutz erhalten. Zum 39. Mal fand die Preisverleihung statt, jedoch erstmals seit 1981 coronabedingt nicht als Festveranstaltung in Hamburg, sondern in Form eines Films. Der Anerkennungspreis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Gruppenbild von Artisten und Trainern mit Gratulanten: Unter ihnen ist unter anderem Oberbürgermeister Bert Wendsche.
Gruppenbild von Artisten und Trainern mit Gratulanten: Unter ihnen ist unter anderem Oberbürgermeister Bert Wendsche. © Foto: HanseMerkur/Susanne Duda

Seit 15 Jahren gibt es den inklusiven Kinder- und Jugendzirkus Sanro in der Lößnitzstadt. Ein Zufall? Mitnichten. Im Jahr 1901 baute Hans Stotsch-Sarrasani hier sein Zirkusunternehmen auf, das noch heute Zuschauer in ganz Europa begeistert. In dieser Tradition wird in Radebeul mit den Kindern, je nach Potenzial und Interessen, an ihrem Können gearbeitet. 

Zweimal im Jahr gibt es große Zirkusaufführungen, weitere Auftritte finden zu verschiedensten Anlässen auf Einladung statt. Und darauf fiebern und arbeiten die kleinen Nachwuchskünstler, zu denen sowohl körperlich Behinderte als auch psychisch labile Zirkuskünstler gehören, hin. Gemeinsam ist man hier stark.

„Die Kinder und Jugendlichen haben Spaß an den Zirkus-Aktivitäten und dem durchaus anspruchsvollen Training, aber es ist so viel mehr, was wir vermitteln: Pünktlichkeit, Fleiß, Leistungsbereitschaft, Durchhaltewillen. Das sind nur einige der Sekundärtugenden, die sich bei den Kindern verfestigen“, berichtet Reingard Piel, Geschäftsführerin des DKSB Radebeul. 

Mehr lokale Nachrichten aus Radebeul lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radebeul