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Mehrfamilienhäuser im Betonwerk

Die Dresdner Firma Ökowert baut nach den Stadtgärten Kötitzer Straße mit den Schillerhöfen weitere bis zu 166 Wohnungen in Coswig.

Die hellbraunen Kuben im Modell zeigen, wie die Häuser der Schillerhöfe einmal aussehen sollen. Das Projekt soll rund 50 Millionen Euro kosten.
Die hellbraunen Kuben im Modell zeigen, wie die Häuser der Schillerhöfe einmal aussehen sollen. Das Projekt soll rund 50 Millionen Euro kosten. © Ökowert

Coswig. Auf dem Areal des ehemaligen Betonwerkes an der Schillerstraße soll ein Wohngebiet entstehen, wofür der Stadtrat die Voraussetzungen schaffen kann. Das erklärte Oberbürgermeister Thomas Schubert am vergangenen Mittwoch in der letzten Stadtratssitzung des Jahres.

Als erster Schritt auf diesem Weg sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen „zur Entwicklung des Gebietes des ehemaligen Betonwerkes als Wohngebiet für circa 144 bis 166 Wohnungen in sieben drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhausgruppen und zwei einzelnen Mehrfamilienhäusern an der Weinböhlaer Straße“ geschaffen werden. So stand es in der Beschlussvorlage für die Stadträte. Angestrebt wird bei den Schillerhöfen - vom Investor nach der im Osten angrenzenden Schillerstraße so genannt - ein Mix aus Zwei-, Drei-, und Vierraum-Wohnungen.

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Sascha Hippe, Geschäftsführer und Projektentwickler der Firma Ökowert GmbH Dresden, betont gegenüber der SZ, dass es sich wie schon beim ersten Wohngebiet der Firma, den Stadtgärten Kötitzer Straße, um energieeffiziente Wohnungen handeln soll. „Dieses werden ab 2022 in zwei Bauabschnitten - „Schillerhöfe“-Nord und „Schillerhöfe“-Süd“ erstellt“, so Sascha Hippe: „Die Gesamtinvestition wird bei circa 50 Millionen Euro liegen.“

Ab 2022 soll der trostlose Anblick des einstigen Betonwerkgeländes regem Baugeschehen weichen. Hier will die Dresdner Firma Ökowert das neue Wohngebiet Schillerhöfe errichten.
Ab 2022 soll der trostlose Anblick des einstigen Betonwerkgeländes regem Baugeschehen weichen. Hier will die Dresdner Firma Ökowert das neue Wohngebiet Schillerhöfe errichten. © Arvid Müller

Die Schillerhöfe liegen zwischen der Weinböhlaer Straße im Westen und der Schillerstraße im Osten, geteilt wird das Gebiet durch die Eigenheimstraße. Unter den von den Mehrfamilienhäusern eingerahmten Höfen sollen sich Tiefgaragen befinden, und zwar mit so vielen Plätzen, wie es Wohnungen gibt. „Wir haben keine Erschließungsstraßen zwischen den Häusern, sondern nur Fußwege, allerdings können Feuerwehr und Krankenwagen heranfahren“, so Sascha Hippe. „Wir wollen eine grüne Oase schaffen.“

Die Schillerhöfe werden über ein eigenes Blockkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt, aber auch an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen, um Spitzenlasten abzufangen. Darin sieht Oberbürgermeister Thomas Schuster im SZ-Gespräch sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile, ganz abgesehen davon, dass in dem Gebiet ohnehin Anschlusszwang besteht. Er sieht noch einen anderen Vorteil, nämlich den des Zuzugs nach Coswig. Die Stadt habe in den ersten zehn Monaten des Jahres immerhin 70 Einwohner hinzugewonnen, „und ich gehe davon aus, dass neue attraktive Wohnungen nicht nur einen innerörtlich Umzug, sondern auch Zuzug bewirken“.

Nicht nur für den Bau der Häuser in dem 14.570 Quadratmeter großen Wohngebiet, das an der Weinböhlaer Straße auch über eine eigene Straßenbahnhaltestelle verfügen soll, wird die Firma Ökowert aufkommen, sondern auch für dessen Erschließung. „Für das neue Wohngebiet muss die komplette innere Erschließung, einschließlich Straßen- und Kanalbau, hergestellt werden. Die Haupterschließung soll von der Schillerstraße und der Eigenheimstraße aus erfolgen“, steht in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Auch alle erforderlichen Planungen und Gutachten muss Ökowert erarbeiten, dazu gehören etwa Artenschutz-, Baugrund- und Schallschutzuntersuchungen.

Stadträte kritisierten in der Sitzung am Mittwoch teilweise die Höhe von vier Geschossen von geplanten Gebäuden. Am Ende stimmten jedoch alle 24 anwesenden der Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohngebiet Schillerhöfe“ zu. Investor Sascha Hippe: „Ein einstimmiger Beschluss ist eine gute Grundlage für das Projekt.“

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