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Neuer Krankenhauschef in Radebeul

André Gubsch ist neuer Verwaltungsdirektor am Elblandklinikum. Der 42-Jährige kennt den Klinikenverbund bereits bestens.

Haben ihn vor dem Eingang des Radebeuler Krankenhauses in die Mitte genommen: André Gubsch, der neue Verwaltungsdirektor der Radebeuler Elblandklinik; links Landrat Ralf Hänsel, rechts Elblandkliniken-Vorstand Rainer Zugehör.
Haben ihn vor dem Eingang des Radebeuler Krankenhauses in die Mitte genommen: André Gubsch, der neue Verwaltungsdirektor der Radebeuler Elblandklinik; links Landrat Ralf Hänsel, rechts Elblandkliniken-Vorstand Rainer Zugehör. © Arvid Müller

Radebeul. Ursula Russow-Böhm sagt, dass sie ein gut bestelltes Haus übergibt, mit 500 Mitarbeitern, die gemeinsam großen Einsatz zeigen. Die Frau wäre eigentlich schon im Ruhestand. Weil aber der vorherige Verwaltungsdirektor der Radebeuler Elblandklinik, Michael Schmidt, seit April 2020 eine andere Klinik in Genthin-Stendal übernommen hat, hatte sich Ursula Russow-Böhm bereit erklärt, nach dem Job als Geschäftsführerin des Fachkrankenhauses Coswig noch ein Jahr in Radebeul dranzuhängen.

Diese Interimslösung geht jetzt zu Ende. Das Radebeuler Krankenhaus hat, nach einem Auswahlverfahren, einen neuen Verwaltungsdirektor. André Gubsch ist der neue Chef am Elblandklinikum. Der 42-Jährige kennt den Klinikenverbund bereits bestens. Seit Oktober 2018 leitet der 42-Jährige erfolgreich das Fachkrankenhaus und die Rehabilitationsklinik in Großenhain, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Elblandkliniken und der Recura Kliniken. Diese Position werde er voraussichtlich bis Ende des Jahres auch weiter bekleiden, wurde am Freitag bei der offiziellen Übernahme der Radebeuler Aufgabe gesagt.

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Hälfte der Investitionen umgesetzt

André Gubsch hat während seiner Zeit als Bundeswehroffizier ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg abgeschlossen, worauf dann der Master of Business Administration an der TU Dresden sowie der Master of Laws in Medizinrecht an der Dresden International University folgten. 2011 wechselte Gubsch als Personalleiter an das Helios Klinikum Pirna (gehörte bis 2014 zur Rhön-Klinikum AG) und war dort für etwa 800 Mitarbeiter zuständig. 2017 übernahm er die Position des Leiters Zentrales Personalmanagement in den Recura Kliniken, bei der er für das Personalmanagement des gesamten Verbundes mit seinen rund 1.900 Mitarbeitern verantwortlich war.

Landrat Ralf Hänsel, der Landkreis ist wesentlicher Gesellschafter der Elblandkliniken, gratulierte Gubsch und erinnerte an die noch zu stemmenden Investitionsaufgaben am Radebeuler Klinikum. Rainer Zugehör, Vorstand der Elblandkliniken, sagte, dass etwa die Hälfte der Investitionssumme von rund 25 Millionen Euro umgesetzt sei. Wesentlicher Neubau ist die neue Notaufnahme mit der Brustklinik im Obergeschoss. In den letzten Monaten wurden Verwaltungsbereiche umgestaltet und die Intermediate Care Station zum Betreuen der Patienten zwischen Intensiv- und Normalstation neu eingerichtet.

Neue OP-Säle für die Augenklinik

Ursula Russow-Böhm: „Der Brandschutz wurde modernisiert. Die Pläne für zwei neue OP-Säle der Augenklinik sind in Arbeit. Neue Fußböden sind verlegt. Die Maler hatten reichlich zu tun.“ Und das alles bei laufendem Krankenhausbetrieb.Die nächste große Aufgabe soll das Modernisieren der Psychiatrie sein. „Wir planen gerade dazu“, sagt Rainer Zugehör.

Die auch wirtschaftlich harte Corona-Hochzeit habe das Radebeuler Elblandklinikum mit Bravour überstanden. Die wegen der Belegung und dem Vorhalten von Intensivbetten verschobenen Operationen - etwa an Hüfte und Knie - würden mit großem Einsatz der zuständigen Ärzte aufgeholt. Die Wartelisten würden jetzt abgearbeitet, so der Klinikenvorstand.

Es sei eine richtige Entscheidung gewesen, die Corona-Patienten in Meißen zu konzentrieren. Allerdings sei auch Pflegepersonal von den benachbarten Kliniken - wie von Radebeul und Riesa - dazu dorthin geschickt worden. Zugehör: „Ausgleichszahlungen für das Vorhalten von Intensivbetten haben uns 2020 geholfen.“

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Rainer Zugehör hat die Aufgabe in einer herausfordernden Zeit übernommen. Er bringt einen großen Vorteil mit.

André Gubsch, der zum Einarbeiten bereits seit 1. April in Radebeul ist, kennt das hiesige Krankenhaus schon recht gut. Er sagt, dass er sich auf seine neue Aufgabe in Radebeul freue, weil das Klinikum sehr gut aufgestellt sei und eine Patientenversorgung auf hohem medizinischen und pflegerischen Niveau gewährleiste.

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