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Ohne Pause weiter gebaut

Während Teile der Wirtschaft 2020 unter der Pandemie litten, ist in Coswig gehörig weiter gearbeitet worden. Was der Bauamtschef an Fakten hat.

Bauen ohne Unterbrechung: Blick von der Grenzstraße Richtung Straße Am Güterbahnhof auf die Mehrgeschosser des Wohngebiets „Stadtgärten Kötitzer Straße“. Am anderen Ende der Grenzstraße, hinter der Romerstraße, entsteht derzeit ein weiteres kl
Bauen ohne Unterbrechung: Blick von der Grenzstraße Richtung Straße Am Güterbahnhof auf die Mehrgeschosser des Wohngebiets „Stadtgärten Kötitzer Straße“. Am anderen Ende der Grenzstraße, hinter der Romerstraße, entsteht derzeit ein weiteres kl © Udo Lemke

Kann man sagen, dass im vergangenen Jahr gebaut worden ist, als würde es Corona nicht gegeben haben? „Eigentlich schon, es gab eine ungebrochen anhaltende Konjunktur“, so Wolfgang Weimann, der Leiter des Bauamtes Coswig. Danach betrug die Investitionssumme der Bauvorhaben genau 21 Millionen Euro, das entspricht dem Niveau von 2019, als 21,1 Millionen Euro investiert worden sind.

Am Mittwochabend stellte Wolfgang Weimann im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung des Stadtrates diese und weitere statistische Angaben zum Baugeschehen 2020 in Coswig vor. Danach sind 120 Baugenehmigungen erteilt worden. Das seien natürlich nicht alles Neubauten für Ein- oder Mehrfamilienhäuser gewesen, sondern betreffe auch An- oder Umbauten vorhandener Gebäude, so der Bauamtschef. Wie viel gebaut werde, hänge aber auch davon ab, wie viele Bebauungspläne in einem Ort aktiv seien.

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Wolfgang Weimann verwies darauf, dass im vergangenen Jahr von dem Zeitpunkt, da ein Bürger mit einem Bauanliegen vorgesprochen hat, bis zur Baugenehmigung 62 Kalendertage - also Sonnabend und Sonntag eingeschlossen - vergangen sind. Das sind zehn mehr als 2019 und neun weniger als 2018. Laut Sächsischer Bauordnung muss ein fertiger Bauantrag innerhalb von neunzig Tagen bearbeitet werden, so der Bauamtschef - „da liegen wir weit drunter“.

Was den Wohnungsbau betrifft, so ist 2020 der zweite Bauabschnitt der Stadtgärten Kötitzer Straße bis zur Vermietungsreife vorangekommen. Hier werden 65 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern errichtet, im ersten Bauabschnitt sind Eigenheime entstanden. Das wichtigste neue Projekt im Coswiger Wohnungsbau des vergangenen Jahres sieht Wolfgang Weimann jedoch im neuen Wohngebiet Grenzstraße West zwischen der Romer- und der Grenzstraße. Hier sind Anfang Oktober 2020 auf einer Fläche von etwa 13.000 Quadratmetern voll erschlossene Bauplätze für zwei Doppelhäuser und sieben Einfamilienhäuser übergeben worden.

Was den Straßenbau betrifft, so steht für Wolfgang Weimann die Fertigstellung der Industriestraße an oberster Stelle. Diese ist auf einer Länge von genau 978 Metern grundhaft ausgebaut worden. Der Freistaat Sachsen hat das Projekt mit 1,55 Millionen Euro gefördert, was 90 Prozent der Kosten und damit den Höchstsatz ausgemacht hat. Möglich wurde dies, weil die Straße später Zubringer zur Staatsstraße S 84 Elbtalstraße sein soll.

Für die Entwicklung der Gewerbegebiete sind 2020 wichtige Weichen gestellt worden. So wird dem innerhalb des Stadtgebietes gelegenen ehemaligen Cowaplast-Areal an der Grenzstraße als industriellem Altstandort ein großes Entwicklungspotenzial beigemessen. Durch die Lage an der geplanten Staatsstraße S 84 n wird künftig eine direkte Anbindung des gewerblichen Verkehrs an das überörtliche Straßennetz möglich. Noch im Dezember befasste sich der Stadtrat mit dem Gewerbegebiet Grenzstraße und änderte dessen Zuschnitt. Nun liegt der geänderte Entwurf des Bebauungsplanes noch bis zum 18. Januar im Bürgerbüro der Stadtverwaltung Coswig (Karrasstraße 2, 01640 Coswig) aus.

Bliebe noch ein wichtiges Bauprojekt der öffentlichen Hand: Im vergangenen Mai beschloss der Stadtrat den Bau einer neuen Kita an der Salzstraße für 4,2 Millionen Euro. „Durch den Bau entstehen vorerst 54 Betreuungsplätze, davon 20 im Krippenbereich“, so der Stadtratsbeschluss.

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