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Sachsens Winzer haben jetzt eine Schutzgemeinschaft

Landwirtschaftsminister Wolfram Günther hat im Weingut Hoflößnitz die Urkunde überbracht. Jetzt kann sich jeder auf die Herkunft des Weins berufen.

Felix Hößelbarth (links), der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Sachsen für die Weinbezeichnung, erläutert Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther, wie Weinbau auch ohne Herbizide auf dem Gut Hoflößnitz geht.
Felix Hößelbarth (links), der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Sachsen für die Weinbezeichnung, erläutert Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther, wie Weinbau auch ohne Herbizide auf dem Gut Hoflößnitz geht. © Norbert Millauer

Radebeul. Sachsens Wein wird künftig nach seiner Herkunft deutlicher als bisher bezeichnet. Als Schutzgemeinschaft können die rund 1.800 sächsischen Winzerinnen und Winzer die geschützte Ursprungsbezeichnung „g. U. Sachsen“ sowie die geschützte geografische Angabe „g. g. A. Sächsischer Landwein“ nun selbst verwalten und Sachsen als Herkunftsland für Qualitätsweine profilieren.

Das dafür notwendige Papier hat Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) am Freitag im Radebeuler Stadtweingut Hoflößnitz an Felix Hößelbarth übergeben. Hößelbarth, im Beruf Kellermeister der Hoflößnitz, ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Weinbauverbandes Sachsen und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Sachsen.

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Landwirtschaftsminister Günther: „Sächsischer Wein kann künftig anders und leichter wiedererkennbar gekennzeichnet werden. Deutschland, Sachsen und der sächsische Weinbauverband gehen den Weg, den Weinkäuferinnen und -käufer von den Weinflaschen aus Frankreich, Spanien oder Italien kennen, auf denen das Herkunftsgebiet ausgewiesen ist.“

Hößelbarth sagt, dass mit der Gründung der Schutzgemeinschaft im November 2020 und der gerade erfolgten Anerkennung durch den Freistaat das Deutsche Weingesetz in neuer Form umgesetzt werde. „Es war uns dabei ein wichtiges Anliegen, aus dem Weinbauverband Sachsen heraus eine Schutzgemeinschaft für das Anbaugebiet Sachsen zu gründen, um die Herkunft Sachsen eigenständig zu profilieren und als sächsische Weinbranche eigenständig Verantwortung mit zu übernehmen“, so der Kellermeister.

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