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Trotz langer Wahl-Schlangen in Weinböhla: Jeder konnte Stimme abgeben

Auf Facebook beschwert sich ein Nutzer, dass er nicht wählen konnte. Die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses widerspricht dem Vorwurf.

Von Martin Skurt
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Am Sonntag kommt es manchen Orten zu Wahlschlangen. In Weinböhla beklagt sich ein Nutzer auf Facebook.
Am Sonntag kommt es manchen Orten zu Wahlschlangen. In Weinböhla beklagt sich ein Nutzer auf Facebook. © Claudia Hübschmann

Weinböhla. Hanjo Herrmann kritisiert in einer Facebook-Gruppe die Wahlorganisation an der Oberschule in Weinböhla. Er berichtet von Wartezeiten bis zu einer Stunde, was viele Wähler, einschließlich ihm selbst, dazu brachte, unverrichteter Dinge wieder zu gehen. Trotz der langen Schlangen wurden keine zusätzlichen Wahlräume oder Wahlkabinen eingerichtet, nur einige Stühle für Senioren bereitgestellt. Hermann bemängelt, dass viele Bürger ihre Stimme nicht abgeben konnten oder lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Er vermutet, dass ähnliche Probleme auch an anderen Wahlorten bestanden. Nun hat sich auch die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Tina Freytag, zu den Vorwürfen geäußert.

In ihrer Stellungnahme hat Tina Freytag die Anschuldigungen deutlich zurückgewiesen. Sie erklärt, dass die Wahlräume ausreichend ausgestattet waren. Die zeitweise langen Warteschlangen seien auf die drei sehr umfangreichen Stimmzettel und die damit verbundene lange Verweildauer einzelner Wähler in der Wahlkabine zurückzuführen. Die Hinweise der Wahlvorsteherinnen und Wahlvorsteher, sich bitte vorab an den im Vorraum ausgehängten Stimmzetteln zu informieren, wurden teils ignoriert, wodurch sich viele Wähler erst in der Wahlkabine ein Bild von den Kandidaten machten. Daraus resultierten die vorübergehend langen Warteschlangen vor den Wahllokalen.

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