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So rollt’s und staut’s auf der Meißner

Seit Montag und noch sehr lange ist die Meißner Straße im Westen von Radebeul dicht. Zwei Umleitungen bieten sich an - mit einigen Hindernissen.

Hier ist Schluss mit Weiterfahren auf der Meißner Straße Richtung Coswig. An der Ecke Gerhart-Hauptmann-Straße beginnt die Umleitung über die gerade fertig sanierte Mittlere Bergstraße.
Hier ist Schluss mit Weiterfahren auf der Meißner Straße Richtung Coswig. An der Ecke Gerhart-Hauptmann-Straße beginnt die Umleitung über die gerade fertig sanierte Mittlere Bergstraße. © Norbert Millauer

Radebeul. Es wird höchste Zeit, aber es wird auch schwierig. Das letzte Stück Meißner Straße in Radebeuls Westen - zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und der Stadtgrenze zu Coswig - ist ein einziger Flickenteppich. Fahrzeugkolonnen quälen sich dicht an Häusern entlang. Fußgänger haben kaum einen gesicherten Weg. Die Einfahrt vor dem Löma-Center ist unzureichend. Das alles soll besser werden. Doch genau deshalb ist seit Montagmorgen hier auch alles gesperrt.

Der Plan der Stadt und ihrer Firmen ist folgender: In Höhe Löma-Center bekommt die Meißner Straße neuen Asphalt. Zudem lässt die Lößnitzstadt die Straßenentwässerung erneuern und Gehwege bauen. Sie werden mit Betonsteinen gepflastert. Wenn der Straßenzug einmal aufgebaggert werden muss, ersetzt die Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Radebeul + Coswig GmbH (WAB) den vorhandenen Mischwasser-Sammler durch einen neuen leistungsfähigeren Kanal und erneuert Hausanschlussleitungen sowie Teile der Trinkwasserleitungen. „Weitere Medienträger wie die Stadtwerke Elbtal und die Telekom erneuern beziehungsweise ergänzen ihren Leitungsbestand“, informiert die Stadtverwaltung. Zum Löma-Center wird eine neue Zufahrt gebaut. Rund 1,3 Millionen Euro betragen die Baukosten allein für den Straßenbau.

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Während der Bauarbeiten muss die Meißner Straße im Abschnitt zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Spitzgrundweg gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt in beide Richtungen über die Staatsstraße 84, Cossebauder und Elbtalstraße.

Mittlere Bergstraße, dort hakelt es noch. Die Baufirma ist mit einem Abschnitt des Fußwegs nicht fertig geworden. Etwa in Höhe des Spitzgrundweges wird es eng, etwa wenn ein Bus entgegenkommt.
Mittlere Bergstraße, dort hakelt es noch. Die Baufirma ist mit einem Abschnitt des Fußwegs nicht fertig geworden. Etwa in Höhe des Spitzgrundweges wird es eng, etwa wenn ein Bus entgegenkommt. © Norbert Millauer

Das Löma-Einkaufszentrum mit Rewe-Supermarkt, Kress-Modemarkt und DM-Drogeriemarkt ist ab sofort nur noch aus Richtung Coswig erreichbar, und zwar zunächst über die aktuelle Zufahrt, später dann über eine provisorische Baustraße. Fußgänger sollen während der gesamten Bauzeit die Baustelle passieren können.

Und genau das alles ist seit dieser Woche auch so ausgeschildert. Wer aus Radebeul Richtung Westen und weiter nach Coswig, Weinböhla und Meißen will, hat zwei Möglichkeiten. Entweder er entscheidet sich, schon an der Obi-Kreuzung auf die Cossebauder Straße abzubiegen und Richtung Naundorf zu fahren. Oder er nimmt die Parallelstraße zur Meißner, die gerade fertiggestellte Mittlere Bergstraße. Wie flüssig das am Montag lief, zeigte sich recht unterschiedlich. Im morgendlichen Verkehr Richtung Dresden, zu den Arbeitsplätzen, rollte es noch ziemlich problemlos. Auch tagsüber.

An der Kreuzung Meißner Straße zur Gerhart-Hauptmann-Straße ist die Abbiegeampel fast permanent auf Grün geschaltet. Wenn doch mal rot ist, dauert es maximal fünf Sekunden bis zum Freischalten. In dieser Spur gibt es auch keine Hindernisse. Anders in der Richtung von Westen nach Radebeul rein. Hier schaltet die Ampel öfters auf Rot, weil Baufahrzeuge noch in die Baustelle rein- und rausfahren. Noch sind es nicht viele. Auf der Baustelle werden gerade die Vorbereitungen für den Kanalbau getroffen. Allerdings dauert es auch hier meist nicht länger als 15 Sekunden bis zur Grünphase. Im normalen Tagesverkehr rollen etwa 800 Fahrzeuge in der Stunde.

Auf der Umleitungsstrecke vom Kreisverkehr an der Cossebauder Straße Richtung Naundorf wurden von der SZ am Montagvormittag sogar 1.200 Fahrzeuge in der Stunde gezählt. Fast doppelt so viele wie sonst üblich. Allerdings gibt es hier ein wesentliches Hindernis - die Bahnschranke in Naundorf. Wenn diese geschlossen ist, dauert es bis zu zehn Minuten, bis der Verkehr rollen kann. Genau das jedoch ist am Nachmittag das große Nadelöhr. Im Berufsverkehr, der überwiegend aus Dresden landwärts strömt, stauen sich am Nachmittag sowohl auf der Kötitzer Straße wie auch auf der Meißner Straße in Zitzschewig die Fahrzeugkolonnen. In Naundorf nahezu durch den gesamten Ortsteil.

Wer früh und nachmittags bis nach Weinböhla oder Meißen muss, dem sei in den nächsten Monaten die andere Elbseite, oder - Richtung Weinböhla, auch der Umweg über die Oberlandstraße S 81 zu empfehlen.

Ganz und gar ruhig geht es aus Richtung Coswig hin zum Einkaufszentrum Löma zu. Tagsüber gab es hier etwa 200 Fahrzeuge in der Stunde. Nur einige wenige waren zum Umdrehen gekommen, weil sie Bauschilder übersehen hatten.

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Ende 2021 soll der grundhaft sanierte Abschnitt der Meißner Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. „Abschließende Landschaftsbauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 die Baumaßnahme vollständig beenden“, heißt es aus dem Rathaus.

Fazit: Die nächsten Monate heißt es geduldig sein. Danach wird alles besser und der Westen ab Obi-Kreuzung ist dann weitgehend in Ordnung gebracht.

Nur dort ist die Lage völlig entspannt - an der Zufahrt zum Löma-Einkaufszentrum. Bis zum Jahresende wird die Zufahrt nur aus Richtung Coswig möglich sein.
Nur dort ist die Lage völlig entspannt - an der Zufahrt zum Löma-Einkaufszentrum. Bis zum Jahresende wird die Zufahrt nur aus Richtung Coswig möglich sein. © Peter Redlich

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