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Sonntag war 2021 der regenreichste Tag im Elbland

Der Boden wird langsam wieder aufgefüllt. Die bisherige Jahresmenge liegt jetzt im normalen Bereich.

Der erste Uferbereich an der Dampferanlegestelle in Radebeul ist überflutet.
Der erste Uferbereich an der Dampferanlegestelle in Radebeul ist überflutet. © Peter Redlich

Radebeul/Meißen. Der vergangene Sonntag war der bisher ertragreichste Tag in diesem Jahr, was die Niederschlagsmenge anbelangt. Zwischen Radebeul und Meißen fielen reichlich 28 Liter auf den Quadratmeter. Wie die private Wetterstation von Andreas Dietrich am Radebeuler Bismarckturm angibt, sind in diesem Monat Juli bislang reichlich 70 Liter je Quadratmeter vom Himmel gekommen. Das ist schon etwas mehr als das übliche Monatssoll. Am 7. Juli waren es gut 20 Liter.

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Die übliche Jahresmenge an Niederschlag im Elbland liegt bei 600 bis 700 Litern je Quadratmeter. Die letzten Jahre waren unterdurchschnittlich. Der Grundwasserspiegel sank teilweise bis zwei Meter unter die Oberfläche. Inzwischen füllt sich der Erdtank auf, hat allerdings noch nicht wieder das normale Maß erreicht. Die oberen 60 Zentimeter sind gut durchfeuchtet. Das befördert das Wachstum der meisten Pflanzen - Grün sprießt üppig.

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Fachleute sagen allerdings, dass es bis zum Ausgleich der aus den letzten Jahren fehlenden Grundwassermenge bis Jahresende beinahe jeden Tag regnen müsste. In diesem Jahr sind im Elbland reichlich 330 Liter auf den Quadratmeter gekommen. Was vorerst die normale Menge ist. Der Pegel der Elbe ist, wegen des Regens vom Sonntag, von vorher 1,63 Meter auf jetzt knapp drei Meter gestiegen. In der Sekunde fließen etwa 570 Kubikmeter Wasser ab. Die Tendenz ist allerdings wieder fallend, sodass derzeit keine Hochwassergefahr besteht.

Die Pegel fürs Elbland werden in Dresden (Foto in Pillnitz), in Meißen und in Riesa gemessen.
Die Pegel fürs Elbland werden in Dresden (Foto in Pillnitz), in Meißen und in Riesa gemessen. © Foto: SZ/Peter Hilbert;

Entscheidend für Elbehochwasser sind die Zuflüsse aus den böhmischen Bergen in Tschechien und dem Moldau-Gebiet. Dort hat es am Wochenende zwar auch ordentlich geregnet, aber die Pegelstände sind noch normal.

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