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Straße am Schloss wird ausgebaut

Der letzte Abschnitt der Kreisstraße zwischen Coswig und Weinböhla wird saniert - dabei soll die Kreuzung Auerstraße entschärft werden.

Bis kurz vor dem Schloss - aus Richtung Coswig kommend - ist die Straße bereits ausgebaut.
Bis kurz vor dem Schloss - aus Richtung Coswig kommend - ist die Straße bereits ausgebaut. © Arvid Müller

Der Landkreis Meißen plant als Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde Weinböhla und der Großen Kreisstadt Coswig den grundhaften Ausbau der „Spitzgrundstraße / Am Spitzberg“. Als Kreisstraße hat sie die Nummer 8014. Der Planungsbereich beginnt am „Oberen Steinbacher Weg“ in Weinböhla und endet unterhalb des Schlosses an der Ausbaugrenze der Baumaßnahme an der Straße „Am Spitzberg“ aus dem Jahr 2009 in Coswig.

„Für die Planung der Straße sind als Vorarbeiten eine Vermessung und eine Begutachtung des Baugrundes erforderlich, wozu die anliegenden Privatgrundstücke betreten werden mussten. Die Arbeiten sind im August und September vorgenommen worden. „Bei der Maßnahme handelt es sich noch nicht um eine Bauausführung. Stattdessen wird bei dem Projekt jetzt mit der Objektplanung begonnen“, erklärte Kreissprecherin Anja Schmiedgen-Pietsch auf eine entsprechende Anfrage. Und: „Für den angegebenen Baubereich ist ein grundhafter Ausbau geplant. Beauftragt ist derzeit eine Variantenuntersuchung für die Möglichkeiten zur Anlage von Geh- und Radwegen.“ Ein solch kombinierter Radweg soll entlang des noch fehlenden Ausbauabschnitts zwischen Schloss und Ortsrand Weinböhla gebaut werden.

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Am „Oberen Steinbacher Weg“ in Weinböhla endet derzeit die ausgebaute Straße. Hier soll ein kombinierter Geh- und Radweg entstehen, der unterhalb des Schlosses Coswig mit dem schon vorhandenen verbunden werden soll.
Am „Oberen Steinbacher Weg“ in Weinböhla endet derzeit die ausgebaute Straße. Hier soll ein kombinierter Geh- und Radweg entstehen, der unterhalb des Schlosses Coswig mit dem schon vorhandenen verbunden werden soll. © Arvid Müller

Das kniffligste Stück beim geplanten Ausbau ist die Kreuzung, die die Auerstraße und die Spitzgrundstraße sowie die Straße Am Spitzberg bilden. „Man brauchte eine Idee, von einem Entwicklungskonzept will ich nicht sprechen, wie diese Kreuzung künftig aussehen soll“, erklärt Christian Buck, der für die Coswiger Bürgerliste im Stadtrat sitzt. „Und ich bin auch der Meinung, dass das im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung den Stadträten vorgestellt werden sollte.“

Die geplante Einbindung der Auerstraße müsse zukunftsfähig sein, so der Stadtrat. Derzeit sei das entsprechende Straßenstück so steil, dass im Winter immer die Autos hängen blieben beim Anfahren. „Was mich ärgert, ist, dass nicht mal ein richtiges Konzept vorgelegt wird.“ Der geplante Radweg sei ein Hauptradweg. „Es ist aber auch ein Hauptweg für die Touristen Richtung Friedewald. Sie können sich ja mal am Wochenende anschauen, wie viele Radfahrer und Fußgänger dort in Richtung Friedewald unterwegs sind und jetzt sind auch noch Reiter hinzugekommen.“

Die Auerstraße, so Christian Buck, sei eine stark befahrene Straße. An die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer halte sich kaum jemand: „Achtzig Prozent fahren über 50.“

Es gebe noch keine ausgearbeiteten Pläne, aber es hätten Gespräche zwischen dem Bau- und dem Ordnungsamt stattgefunden, erklärt Oberbürgermeister Thomas Schubert (parteilos). „Eines ist klar: Die Kreuzung Auerstraße wird ein anderes Gesicht bekommen. Aber sie wird auch weiterhin an einem Berg liegen und die Straße wird sicher nicht fünfzehn Meter eingegraben. Aber sicher wird man ihren Steigungswinkel ändern.“

Ordnungsamtschef Olaf Lier schildert auf Nachfrage Vorstellungen zum geplanten Ausbau der Kreuzung. „Es wird da oben einen Geh/Radweg geben. Der wird abgesetzt geführt, so wie er jetzt schon da ist zwischen der Auerstraße und Weinböhla. Der Weg soll außerdem beleuchtet werden.“ Zum Baubeginn erklärt er: „Der ist für 2024 geplant.“

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