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Gedenkstein ist fertig restauriert

Der Verein „Mein Volkersdorf“ hatte sich das Projekt als eines seiner ersten auf die Fahnen geschrieben.

Am Volkstrauertag hatte der Verein ein Gebinde an dem von ihm restaurierten Stein niedergelegt
Am Volkstrauertag hatte der Verein ein Gebinde an dem von ihm restaurierten Stein niedergelegt © Mein Volkersdorf e.V.

Volkersdorf. Der Glanz des aus Bronze gegossenen Stahlhelms stach im Sommer nach dem Abschluss des ersten Teils der Restaurierung des Kriegerdenkmals sofort ins Auge. Damit der Helm und die Tafel mit den Namen der Gefallenen nichts von ihrer Patina verlieren, waren sie vorsichtig mit einem Skalpell von Schmutz befreit und im Anschluss mit destilliertem Wasser behandelt worden. Mit einem Brenner wurde das Metall schließlich auf 80 Grad erhitzt, um als Schutzschicht Wachs aufzutragen. Zum Schluss polierten die Restauratoren diese noch auf Hochglanz.

Mehr Mühe muss man sich geben, um die in den Stein gemeißelten großen Buchstaben auf der Vorderseite des aus Natursteinen geformten Denkmals zu entziffern. Denn die war von den Fachleuten der Firma Fuchs & Girke aus Ottendorf-Okrilla da zwar bereits gereinigt, aber noch nicht mit Farbe hinterlegt worden. Martina Hänel vom Verein „Mein Volkersdorf“ hatte damals versprochen, dass sich auch das noch ändern wird. Allerdings war dafür eine endgültige Abstimmung mit der Denkmalbehörde erforderlich.

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Nicht nur die ist inzwischen erfolgt, sondern auch die Farbe der Schrift wurde erneuert. Wobei es den Vereinsmitgliedern darauf ankam, dass die Inschrift möglichst von der anderen Seite der Promnitz aus zu lesen ist. Aus einem einfachen Grund: Das Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Volkersdorfer steht auf privatem Grund und Boden. „Von der Besitzerin haben wir die Erlaubnis, dass wir als Verein das Gelände für Pflegearbeiten betreten dürfen“, ergänzt Martina Hänel.

Mit der Mitarbeiterin der Denkmalschutzbehörde war zudem abgesprochen worden, dass geringfügige Arbeiten wie das Befestigen von kleinen lockeren Steinen vom Verein ausgeführt werden können. Da auch das erledigt ist, hat der 2017 gegründete Verein damit sein Projekt der Restaurierung des Denkmals nun abgeschlossen. Dessen praktische Umsetzung hatte damit begonnen, dass die Mitglieder bei einem Arbeitseinsatz Äste zurückgeschnitten sowie Büsche entfernt und umgesetzt haben, die die Sicht auf das Denkmal behinderten.

Da das Denkmal nicht auf öffentlichem Grund und Boden steht, der damit auch nicht ohne Genehmigung betreten werden kann, will der Verein gegenüber dem Denkmal eine Tafel aufstellen. Auf dieser sollen Interessierte eine Beschreibung und Fotos von der Rückseite finden. Die Kosten dafür wie auch schon die für die Restaurierung des Denkmals trägt der Verein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Am Volkstrauertag hatten Mitglieder des Vereins am Denkmal ein Gebinde im Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Volkersdorfer niedergelegt. Von zwei Drittel der damals nicht wieder Heimgekehrten leben noch immer Familien im Ort, hatte Jürgen Hänel im Sommer zur SZ gesagt. Und damit auch einen Grund für das Vereinsprojekt genannt.

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