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Ärger um Ampel auf Meißner in Radebeul-West

Kraftfahrer und Anrainer fragen, warum die Ampel am Knoten Gerhart-Hauptmann-Straße trotz Baustelle und Vollsperrung an ist. Die Stadt hat Gründe dafür.

Obwohl aufgrund der Baustelle die Meißner Straße derzeit wie bei einer Kurve in die Gerhart-Hauptmann-Straße mündet, bleibt die Ampel an. Sie soll nicht nur eine sichere Ein- und Ausfahrt zur Baustelle gewährleisten.
Obwohl aufgrund der Baustelle die Meißner Straße derzeit wie bei einer Kurve in die Gerhart-Hauptmann-Straße mündet, bleibt die Ampel an. Sie soll nicht nur eine sichere Ein- und Ausfahrt zur Baustelle gewährleisten. © Arvid Müller

Radebeul. Auf dem Weg nach Coswig gibt es in Radebeul-Zitzschewig ab der Kreuzung Meißner Straße, Gerhart- Hauptmann-Straße nur einen Fahrweg. Kraftfahrer müssen die Hauptverkehrsader verlassen und nach rechts abbiegen. Denn die Straße ist gerade aus gesperrt. Auch in die andere Richtung gibt es an der Stelle auf der Gerhart-Hauptmann-Straße nur einen Weg. Und zwar müssen Kraftfahrer mit ihrem Wagen nach links abbiegen. Statt eines Kreuzungsbereichs nehmen Autofahrer die jetzige Situation wie eine Kurve wahr. Und dennoch ist die Ampelanlage an. So bremst sie regelmäßig Kraftfahrer aus, die bei Rot halten müssen.

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Nicht nur für sie stellt dies ein Ärgernis dar. Auch Anwohner fragen sich, warum die Ampel für den Zeitraum der grundhaften Sanierung und der damit verbundenen Vollsperrung der Meißner Straße zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Spitzgrundweg nicht ausgeschaltet wird. Immerhin wird seit Mai gebaut und die Arbeiten dauern noch bis Ende dieses Jahres an.

Offener Brief an Stadtverwaltung

Anrainer Joachim Nicht hat sich zu der Problematik bereits mehrmals an die Radebeuler Stadtverwaltung gewandt, ganz konkret an Ingolf Zill, Sachgebietsleiter Verkehrsangelegenheiten. Mit den bisherigen Antworten zeigt sich der Einwohner nicht zufrieden, was er in einem offenen Brief an Zill zum Ausdruck bringt. Dort heißt es: „Zur gegenwärtigen Verkehrssituation Meißner, Ecke Gerhart-Hauptmann-Straße hatte ich Sie darum gebeten, die Ampel während der Bauzeit ausschalten zu lassen. Das lehnten Sie ab mit der Begründung Baustellenausfahrt. Aber seit wann ist für eine Baustellenausfahrt eine Ampelregelung ‚zwingend erforderlich‘, wie Sie es nannten?“, fragt Nicht.

Der Einwohner legte Widerspruch gegen die Antwort ein und beharrte auf seinem Anliegen. Auch an das Stadtoberhaupt hat sich Nicht gewandt. Nach zweimaliger Beschwerde sei die Verkehrsampel nun wenigstens nachts aus. „Bei dieser Gelegenheit die Ampel auch an Wochenenden auszuschalten, wenn es auch keinen Baustellenverkehr gibt, daran hat wohl niemand gedacht?“, moniert der Radebeuler. Nun müssten tausende Autos weiterhin anhalten, warten und losfahren. „Wir Anlieger werden durch Lärm, Gestank und Behinderung von Ein- und Ausfahrten erheblich belästigt, und das bei dieser Langzeitbaustelle monatelang“, so Nicht.

Sicherheit für Schüler und Fußgänger im Blick

Wenn keine Baustelle die Meißner Straße in Höhe Löma-Center blockiert, rollen dort im Schnitt täglich rund 13.800 Fahrzeuge entlang. Ein großer Teil der Pkw-Fahrer nutzt während der Bauzeit nun die Gerhart-Hauptmann-Straße und Mittlere Bergstraße als Ausweichroute, obwohl es sich hierbei nicht um die offizielle Umleitung handelt.

Das hohe Verkehrsaufkommen nennt nicht nur Ingolf Zill, sondern auch Ronald Ramisch, der beim Stadtbauamt für den Ausbau verantwortlich ist, als Hauptgrund, warum die Ampel tagsüber in Betrieb bleibt. „Bau- und Lieferfahrzeuge müssen gefahrlos von und zur Baustelle gelangen können“, so Ramisch.

Des Weiteren muss die Sicherheit von Schülern und Fußgängern gewährleistet werden. Auf dem Weg zur Grundschule Naundorf überqueren viele Kinder die Meißner Straße am Knoten Gerhart-Hauptmann-Straße. Zudem müssen an der Stelle auch Fußgänger, die zum Einkaufen ins Löma-Center wollen, Radebeuls Hauptverkehrsader an dieser Stelle passieren. Denn nur an der Südseite der Baustelle ist der Gehweg für sie offen.

Bauarbeiten auch am Sonnabend

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Die Sicherheit der Passanten hat die Stadtverwaltung auch an Sonnabenden und Sonntagen im Blick. „Die Lichtsignalanlage an der Einmündung Gerhart-Hauptmann-Straße soll aus Gründen der Verkehrssicherheit auch an den Wochenenden betrieben werden“, berichtet Ramisch. Der starke Verkehrsfluss aufgrund der Nutzung der Mittleren Bergstraße als Ausweichstrecke erfordere auch an den Wochenenden eine sichere Fußgängerquerung im Einmündungsbereich. Zudem wird auch an Samstagen auf der Baustelle gearbeitet. Baufahrzeuge mit eingeschränkter Geschwindigkeit müssten sicher ein- und ausfahren können.

Die Schaltzeiten der Ampel, also der Wechsel von Rot- und Grünphase, sind laut Ramisch kurz. Damit werde ein zügiger Verkehrsfluss gewährleistet.

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