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Warum die Autobahn schon wieder saniert wird

Zwischen Marsdorf, Radeburg und Schönborn soll ab Mai auf der Autobahn Richtung Berlin gebaut werden. Erst 2016 wurde die Fahrbahn dort erneuert.

Dort, wo das blaue Autobahnschild steht, soll ab Ende Mai gebaut werden. Bis Ende Oktober, Anfang November werden sich voraussichtlich die Arbeiten ziehen und die Ersatzspuren bleiben.
Dort, wo das blaue Autobahnschild steht, soll ab Ende Mai gebaut werden. Bis Ende Oktober, Anfang November werden sich voraussichtlich die Arbeiten ziehen und die Ersatzspuren bleiben. © Norbert Millauer

Radeburg. Viele können sich noch an die ewig lange Baustellenzeit auf der Autobahn zwischen Dresden und Radeburg erinnern. Ende 2016 war dies endlich weitgehend vorbei. Mit großer Kapelle hatte das sächsische Wirtschaftsministerium Ende November 2016 damals eingeladen, um den Abschluss des Ausbaus der A 13 zwischen Autobahndreieck Dresden-Nord und der Anschlussstelle Radeburg zu feiern. Damals wurden auch drei Brücken und Rastanlagen erneuert und 50 Lkw-Stellplätze angelegt. Für die 25 Kilometer sind insgesamt 170 Millionen Euro aufgewandt worden.

Jetzt kündigt Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Ost an, dass in dem Bereich wieder saniert werden muss. Und zwar der Abschnitt zwischen Marsdorf und Schönborn in Richtung Berlin. Auf einer Länge von 10,1 Kilometern soll ab Mai und bis Oktober 2021 gebaut und gesperrt werden. Kostenaufwand: 7,8 Millionen Euro.

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Flicken in der Asphaltfahrbahn

Warum? Ist die Fahrbahn schon wieder so verschlissen? Beim Abfahren der Strecke zeigt sich folgendes Bild: Ab Marsdorf Richtung Radeburg ist seit einiger Zeit die Begrenzung auf 120 km/h. Nach wenigen Kilometern wird die Geschwindigkeit wieder freigegeben. Die Fahrbahn ist in Beton gegossen. Es sind keine Beschädigungen zu erkennen. Vorbei am Rastplatz Finkenberg zur Abfahrt Radeburg. Dahinter gilt die Begrenzung auf 100 km/h. Die Fahrbahn ist ab dort Asphalt, auf dem sich viele Flickstellen befinden - vor allem auf der rechten Fahrspur. Diese Schäden sind allerdings nur wenige Kilometer nördlich von Radeburg auszumachen, bis es wieder eine Betonfahrbahn ist, jedoch auch mit kleineren Schäden. Zwischen Thiendorf und Schönborn folgt Asphalt, der erkennbar schon älter ist und äußerlich kaum Schäden aufweist.

Aus der Autobahn GmbH gibt es dazu von Pressesprecher Tino Möhring Antworten. Darin heißt es im Unterschied zur vorherigen Ankündigung detaillierter: Der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Marsdorf und Radeburg, der 2016 in Betrieb genommen wurde, ist nicht von der Baumaßnahme betroffen.

Gestartet werden soll mit dem Bau an der Fahrbahnerneuerung nördlich von Radeburg am 31. Mai. Möhring: „Es ist vorgesehen, im Zeitraum vom 3. bis 14. Juni die die sogenannte 3+1-Verkehrsführung einzurichten, damit der Verkehr während der Hauptbauphase in Richtung Berlin mit einem Fahrstreifen entlang der Baustelle sowie mit einem Fahrstreifen auf der Gegenfahrbahn umgeleitet wird und somit dauerhaft jeweils zwei Fahrspuren in jede Richtung zur Verfügung stehen.“ Heißt, auf der eigentlichen Fahrbahn Richtung Dresden wird dann eine Richtung Berlin führen. Auf der Baufahrbahn Richtung Berlin gibt es noch eine Fahrbahn vorbei am Baugeschehen. Die Mittelleitplanke wird an der Überführungsstelle geöffnet.

Die Länge des zu sanierenden Abschnittes auf der Richtungsfahrbahn Berlin beträgt 10,1 Kilometer - genau vom Betriebskilometer 132,658 bis 142,766. Ab dem 15. Juni beginnen im Anschluss die eigentlichen Arbeiten mit Bankettrückbau und Fräsarbeiten. Bei der Sanierung der Asphaltdecken werden die Deck- und Binderschicht sowie Teile der Tragschicht neu aufgebaut.

Zu Sperrungen und Zufahrten heißt es auf SZ-Nachfrage: Die Anschlussstellen Thiendorf und Radeburg werden in Richtung Berlin nur von einer Spur erreichbar sein. Schilder machen dazu rechtzeitig vor der Spurverschwenkung darauf aufmerksam. Während der Arbeiten, so Möhring, müssen diese Anschlussstellen jedoch zeitweilig voll gesperrt werden - Radeburg vom 28. Juni bis 14. Juli und Thiendorf 26. Juli bis 14. August. Die Umleitungen hierzu werden weiträumig ausgeschildert.

Zum Abschluss der Erneuerungsarbeiten werden die Bankette hergestellt. Markierungsarbeiten folgen. Die sollen bis zum 21. Oktober abgeschlossen sein. Bis zum 2. November, so der heutige Plan, werden dann die Verkehrseinrichtungen der Baustelle wieder abgebaut.

Abschnitt war zuletzt 1995 dran

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Der ab Mai zur Sanierung anstehende Bauabschnitt der A 13 war 1995 das letzte Mal dran, heißt es aus der Autobahn GmbH. Und: Noch vor dem Baubeginn kann es dennoch zu einzelnen Reparaturstellen durch Winterschäden kommen. Tino Möhring: „Für uns gilt in Sachsen noch bis einschließlich 11. April der Schichtplan Winterdienst und wir tun gut daran. Schäden treten manchmal sehr plötzlich auf und die Kolleginnen und Kollegen können im Bedarfsfall täglich sofort loslegen.“

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