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Im Radebeuler Westen wird weiter und neu gebaut

Am 4. Dezember ist die Freigabe des ersten Bauabschnitts auf der Mittleren Bergstraße in Radebeul geplant. Nach Coswig bleibt die Strecke jedoch noch weiter gesperrt.

In Höhe Paulsbergweg sind die Bauarbeiten noch im Gange. Ende kommender Woche sollen sie auch hier abgeschlossen sein. Danach steht der zweite Bauabschnitt ab Spitzgrundweg bis zur Stadtgrenze auf dem Plan.
In Höhe Paulsbergweg sind die Bauarbeiten noch im Gange. Ende kommender Woche sollen sie auch hier abgeschlossen sein. Danach steht der zweite Bauabschnitt ab Spitzgrundweg bis zur Stadtgrenze auf dem Plan. © Norbert Millauer

Radebeul. Die Arbeiten auf Radebeuls derzeit größter Straßenbaustelle befinden sich auf der Zielgeraden. Der erste Bauabschnitt auf der Mittleren Bergstraße steht vor der Fertigstellung. Das Bauvorhaben liege im Zeitplan, teilt das Sachgebiet Straßenbau im Rathaus auf SZ-Anfrage mit. Am 4. Dezember dieses Jahres ist die Freigabe geplant.

Mit dem grundhaften Ausbau legten die Bauleute am 21. Oktober 2019 los. Sie begannen an den Straßenbahngleisen auf der Gerhart-Hauptmann-Straße, arbeiteten sich von dort aus abschnittsweise zunächst nordwärts vor. Ab der Kurve in Höhe der Krapenburg, auch als Haus Krapenperg bekannt, ging es auf der Mittleren Bergstraße in Richtung Stadtgrenze zu Coswig weiter.

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Momentan sind die Bauarbeiter noch im Bereich zwischen Hausbergweg und Paulsbergweg zugange, wo sie nach Auskunft der Stadtverwaltung Gehwege herstellen. Zudem stehen noch letzte Feinarbeiten an der Einmündung von Mittlerer Bergstraße mit der Gerhart-Hauptmann-Straße an.

Gehwege fehlten auf der Route vorher fast gänzlich. Zudem war die Fahrbahn arg verschlissen. Teilweise bestand sie noch aus holprigen Pflastersteinen. Für die marode Straße lagen seit 2009 Ausbaupläne vor. Doch wegen Geldmangels blieben sie über mehrere Jahre in der Schublade liegen. Da die Strecke jedoch als Umleitung nötig ist, wenn im Stadtteil Zitzschewig die Meißner Straße saniert wird, und sich ihr Zustand immer mehr verschlechterte, ging die Lößnitzstadt vor einem reichlichen Jahr endlich den Ausbau an.

Endlich auch neue Gehwege

Rund 940 Meter ist der erste Bauabschnitt ab der Gleisanlage bis Höhe Spitzgrundweg lang. Dort kam das alte Pflaster raus und neuer Asphalt rein. Zuvor verlegte die Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul (WSR) teilweise die Trinkwasserleitung neu und erneuerte sämtliche Schmutzwasser-Hausanschlüsse. Die Stadtwerke Elbtal rissen die alte Oberleitung zur Stromversorgung, inklusive der Masten, ab.

Strom erhalten die Anrainer nun über unterirdisch neu verlegte Leitungen. Zudem entstand eine Leerrohrtrasse für den Breitbandausbau im Untergrund. Darüber wurde Asphalt auf einer Fläche von 4.000 Quadratmeter auf der Fahrbahn aufgetragen. Für die Gehwege verlegten die Bauarbeiter Betonpflaster auf einer Gesamtfläche von etwa 1.650 Quadratmeter. Für Zufahrten und Überfahrten verbauten sie Granit-Kleinpflaster auf zusammenaddiert 750 Quadratmeter Grundfläche.

Statt über Holperpflaster und Schlaglöcher verfügt die Mittlere Bergstraße nun über eine ordentliche Asphaltecke samt Gehweg.
Statt über Holperpflaster und Schlaglöcher verfügt die Mittlere Bergstraße nun über eine ordentliche Asphaltecke samt Gehweg. © Norbert Millauer

Über 1,6 Millionen Euro waren für das Vorhaben veranschlagt. Es ist im Budget geblieben, wie die Stadt informiert. Auf böse Überraschungen, die das Projekt hätten verzögern können, war die beauftragte Baufirma Eurovia Verkehrsbauunion aus Radeberg nicht gestoßen.

Nach der Freigabe Anfang Dezember kommen Anrainer wieder ungehindert zu ihren Grundstücken. Die Durchfahrt bis Coswig bleibt Kraftfahrern vorerst weiter verwehrt. Denn die WSR baut zwischen Spitzgrundweg und der Stadtgrenze einen neuen Mischwasserkanal. Er ist rund 240 Meter lang. „Der Kanalbau wird diese Woche abgeschlossen“, informiert WSR-Geschäftsführer Olaf Terno. Danach bleibt der Bereich weiter voll gesperrt. „Die Straßenwiederherstellung muss noch erfolgen“, berichtet Terno.

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Den zweiten Bauabschnitt zwischen Spitzgrundweg und Stadtgrenze zu Coswig möchte die Lößnitzstadt nahtlos angehen. Wenn sie nicht demnächst mit dem Ausbau beginnt, muss sie mindestens bis ins Jahr 2023 oder noch länger warten. Denn im nächsten Jahr steht die Sanierung der Meißner Straße in Zitzschewig an und über Gerhart-Hauptmann- und Mittlere Bergstraße soll die Umleitung nach Coswig erfolgen.

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