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Wird Couragepreis wieder aberkannt?

Der Couragepreis-Verein Radebeul verurteilt Äußerungen des Preisträgers von 2006, Roman Jushkow.

Frank Richter ist Vorsitzender des Radebeuler Couragepreis Vereins.
Frank Richter ist Vorsitzender des Radebeuler Couragepreis Vereins. © Claudia Hübschmann

Radebeul. Der russische Bürgerrechtler und Öko-Aktivist Roman Juskow erhielt 2006 für sein Engagement den Radebeuler Couragepreis. "Inzwischen ist Herr Jushkow wiederholt mit äußerst fragwürdigen und völlig inakzeptablen Äußerungen in Erscheinung getreten. Mehrfach trat er in letzter Zeit u.a. mit antisemitischen Parolen, rassistischen Gedanken, homophoben Reden sowie holocaustleugnenden Aussagen in die Öffentlichkeit", so Vereinsvorsitzender und SPD-Landtagsmitglied Frank Richter gemeinsam mit seiner Stellvertreterin, Friedenskirche-Pfarrerin Annegret Fischer.

Der Radebeuler Couragepreis e.V. hat sich seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Preisträger aus dem Jahre 2006 Roman Jushkow intensiv mit dem Fall beschäftigt. "Die dabei zutage getretenen Erkenntnisse haben uns zutiefst erschüttert und stoßen im Verein auf große und einmütige Abscheu. Wir distanzieren uns ganz entschieden von rechtsextremen, antisemitischen und menschenverachtenden Äußerungen. Solche Positionen sind mit unserem Verein, dessen Anliegen und Satzung absolut unvereinbar", heißt es in einer Mitteilung.

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Es gibt zwei Preisträger - die Bürgerrechtlerin Marta Siciarek aus Polen und der Unternehmer Ingolf Brumm aus Meißen.

Zurzeit prüfe der Vorstand, ob eine Aberkennung des Preises rechtlich möglich ist. Die Vereinssatzung enthalte bisher keine ausdrückliche Regelung zur Aberkennung eines einmal verliehenen Preises. Sollte eine solche rechtlich möglich sein, werde der Vorstand der Mitgliederversammlung einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten.

Der Radebeuler Couragepreis e.V. distanziere sich unmissverständlich, öffentlich und detailliert von den in Rede stehenden Äußerungen Roman Jushkows.

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