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Radfahrer sind unzufrieden

© Symbolfoto: dpa

Beim Fahrradklimatest bekommt die Stadt die Note 4,2. Nicht nur parkende Autos auf Radwegen nerven die Radler.

Von Nina Schirmer

Radebeul. Die Erreichbarkeit des Stadtzentrums per Rad wird von den Radebeulern noch am besten bewertet. In dieser Kategorie geben sie die Note 2,9. Ansonsten schneidet die Stadt beim Fahrradklimatest mit der Gesamtnote von 4,2 eher schlecht ab.

Der Zufriedenheitsindex der Radfahrer wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in einer Onlinebefragung erhoben. In Radebeul haben 119 Radfahrer im Herbst 2016 an der Umfrage teilgenommen. Besonders unzufrieden sind sie mit der Räumung der Radwege im Winter (Note 5,1). Außerdem stören die Radler parkende Autos auf den Radwegen. Sie glauben, dass die Stadt nicht streng genug gegen Falschparker vorgeht.

Im bundesweiten Vergleich landet Radebeul bei der Fahrradfreundlichkeit auf Platz 312 von 364 bei den Städten mit weniger als 50 000 Einwohnern. Im sächsischen Vergleich kommt die Stadt auf Platz zehn von 17. Unzufrieden sind die Radebeuler etwa auch mit der Reinigung der Radwege (Note 4,8) und der ungenügenden Werbung fürs Radfahren (Note 4,9).

Am Montag, dem 12. Juni, findet im Fraktionsbüro der Grünen, Güterhofstraße 1, eine Diskussionsrunde zum Thema Radverkehrspolitik in Radebeul statt. Auf dem Podium nehmen Stadträtin Eva Oehmichen (Grüne) und Konrad Krause, der Geschäftsführer des ADFC Sachsen, Platz. Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, moderiert. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. (SZ/nis)