Teilen: merken

Radfahrer fordern mehr Schutz

Die Initiativgruppe Radweg S 31 kommt ihrem Ziel näher. Zunächst geht es jedoch um mehr Sicherheit auf der Straße.

© Arne Dedert/dpa

Von Eric Mittmann

Naundorf. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Zurückbauen der Leitplanken und die Überarbeitung der Straßenmarkierungen. Diese und weitere Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit für Radfahrer auf der Staatsstraße S 31 künftig erhöhen, zumindest wenn es nach den Mitgliedern der Initiativgruppe Radweg S 31 geht. Am Mittwoch traf sich die Gruppe zu einem Informations- und Diskussionsabend und beratschlagte sich dabei über den aktuellen Stand, sowie ihre nächsten Forderungen.

Symbolbild Anzeige
Anzeige

5 Euro Rabatt auf den Dynamo Jahreskalender

Dynamo Jahreskalender 2019 für 9,95€ (*UVP 14,95€)

„Die Notwendigkeit eines Radweges wurde bisher aufgrund einer zu geringen Verkehrsbelastung aberkannt“, erklärt Holger Schilke, der federführend in der Initiativgruppe mitarbeitet. „Dieser Punkt ist nun vom Tisch. Wir haben eine Verkehrsbelastung von 3 000 bis 4 000 Fahrzeugen pro Tag auf der S 31. Das ist unzumutbar für Radfahrer. Deswegen ist nun auch der Freistaat dringend gefordert, zu reagieren.“

Gruppe erhält Unterstützung

Die Gruppe will sich nicht mit Versprechungen zufriedengeben. „Das In-Aussicht-Stellen reicht nicht“, so Schilke. Deswegen fordert sie Sofortmaßnahmen, um die Sicherheit der Radler zu garantieren, auch wenn noch kein Radweg vorhanden ist. „Unsere Forderungen stießen bereits auf Verständnis, auch auf politischer Ebene. Es muss endlich etwas passieren, bevor es noch zu Unfällen kommt.“

Im Bereich Mügeln sei man diesbezüglich schon einen Schritt weiter. Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler) habe bereits erste Gespräche geführt und könne zumindest in seiner Region die Errichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen garantieren, meint Schilke. „Das Thema ist natürlich etwas komplizierter, weil es sich bei der S 31 um einer langen, überregionalen Straße handelt.“ Aber auch aus anderen Regionen erhalte man Verständnis. So soll bei der Veranstaltung am Mittwoch neben Bürgermeister Ecke auch Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) anwesend gewesen sein. „Unsere Kritik geht ja auch ans Grundsätzliche“, so Schilke. „Wenn eine Straße für mehrere Millionen mit dem Ziel ausgebaut wird, eine überregionale Verbindung herzustellen, ist es doch ein Skandal, dass man keinen Radweg hinzufügt.“