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Rekord auf der Waldschlößchenbrücke

Die Elbquerung wird von immer mehr Radfahrern genutzt. Allerdings ist die benachbarte Albertbrücke noch gefragter.

© Marco Klinger

Von Peter Hilbert

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Radfahrer fahren auf die Waldschlößchenbrücke ab. Das zeigt die jüngste Verkehrsstatistik. Danach rollten 831 600 Radler in den ersten elf Monaten 2016 über die Elbquerung. Der neue Rekord wurde mit 111 800 im August erzielt, teilt die Stadt mit. Zum Vergleich: Nach der Eröffnung fuhren im September 2013 knapp 63 000 Radler über die Brücke. Mit den elektronischen Zählstellen auf den Radwegen ist eine genaue Statistik möglich.

Der anschließende Waldschlößchentunnel ist für Radfahrer zwar tabu. Dennoch sichten die Überwacher in der Reicker Zentrale bis zu drei Schwarzradler wöchentlich in den Röhren. Dort werden sie von Kameras erfasst. 2016 tauchte dort zudem sonntags oft ein Radlerpulk auf. Dabei handelt es sich um Akteure der Bewegung Critical Mass, die sich für die Rechte der Radfahrer starkmacht. Rollt dieser Pulk in den Tunnel, muss die Zufahrt kurzzeitig geschlossen werden. Die Polizei hatte gegenüber der SZ klargestellt, dass auch für so einen Pulk die Durchfahrt verboten ist. Der Bußgeldkatalog sieht für solche Schwarzradler 25 bis 30 Euro vor.

Noch besser als die Waldschlößchen- wird die Albertbrücke von Radfahrern genutzt. Dort sind ebenfalls elektronische Zählstellen installiert, die mit der kompletten Freigabe im September in Betrieb genommen wurden. In dem Monat fuhren mit 186 700 auch die meisten Radler über die Albertbrücke. Deren Freigabe hat auch die beiden benachbarten Elbquerungen wieder erheblich entlastet. Fuhren bis August bis zu 44 000 Autos täglich über die Carolabrücke, so sind es jetzt rund 38 000. Der Verkehr auf der Waldschlößchenbrücke sank von bis zu 39 000 Kfz pro Tag auf derzeit rund 35 000. Über die Albertbrücke fahren laut jüngster Statistik täglich knapp 15 000 Autos.