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Zittau

Radler angefahren und liegen gelassen

Eine Frau hat den verletzten Mann auf einer Straße bei Liberec gefunden und erste Hilfe geleistet. Den geflüchteten Unfallverursacher schnappte die Polizei.

Ein Foto vom Unfallort: Das zerstörte Fahrrad liegt auf der Straße. Der Mann lag dahinter. © bogatynia.info.pl

Mit zahlreichen Verletzungen ist ein Radfahrer am 13. Juni in das Regionalkrankenhaus in Liberec (Reichenberg) gekommen, nachdem ihn ein Autofahrer anfuhr und auf der Straße liegen ließ. Eine Frau entdeckte ihn gegen 22 Uhr auf ihrem Weg in Richtung Machnín (Machendorf).

Im Scheinwerferlicht ihres Fahrzeugs sah die 48-Jährige ein blinkendes Licht mitten auf der Straße. Die Liberecerin fuhr langsamer. Das Licht auf der Straße bewegte sich weiter nicht, rundherum war's dunkel, beschreibt Vojtěch Robovský von der Liberecer Polizei die Situation. Die Frau sah das zerstörte Fahrrad und einen Mann hinter sich. Scherben und Teile eines Autos lagen herum. Der Verdacht: Ein Wagen hat ihn angefahren, dessen Fahrer flüchtete - ohne Hilfe zu leisten.

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Die Frau rief den Notruf an. Der sagte ihr, was mit den Verwundeten zu tun sei. So übernahm die 48-Jährige die Erste Hilfe gemäß den Anweisungen und wartete, bis der Rettungsdienst eintraf. Die Sanitäter brachten den Mann mit zahlreichen Verletzungen in das Regionalkrankenhaus in Liberec. 

Die Polizei begann sofort, nach dem unbekannten Fahrer zu suchen. Einige Tage später konnte sie mithilfe der polnischen Kollegen den Unfallverursacher schließlich im Nachbarland ausfindig machen: Ein 40-Jähriger steckte hinter der Tat. Der Pole fuhr demnach gegen 22 Uhr auf der Straße und traf den Fahrradfahrer wahrscheinlich mit der rechten Seite seines Autos - half aber nicht. Ein möglicher Fluchtgrund: Er besitzt keinen Führerschein. Jedoch sei zu berücksichtigen, dass der Radfahrer zu der Zeit betrunken war, so Vojtěch Robovský. Das Gerät zeigte über 1,8 Promille an.

Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren gegen den 40-jährigen Polen wegen Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung ein. Er kann nun zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren verurteilt werden.

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