merken

Sebnitz

Radweg-Aktivisten kämpfen weiter

Fast 1 700 Menschen haben die Petition für einen Radweg an der Rennstrecke unterschrieben. Sie wird dem Landtag übergeben.

Zum Protest-Radeln im April 2018 kamen Radfahrer aus ganz Sachsen an die ehemalige Rennstrecke. © Archivfoto: Zschiedrich

Die Unterschriftenaktion für die Petition der Befürworter eines Radwegs an der alten Rennstrecke ist abgeschlossen. Die beiden Initiatoren Helmar Nestroy aus Stürza und Konrad Weber aus Hohburkersdorf sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. 1 661 Menschen haben unterschrieben, davon 1 313 aus dem Landkreis. Die Petition konnte auch online unterzeichnet werden. Eine Möglichkeit, noch mehr Radsportbegeisterte zu erreichen.

Gefordert wird, einen Radweg an der Staatsstraße zwischen der Hocksteinschänke und Stürza anzulegen. Eine Forderung, die Anwohner bereits vor drei Jahren aufgemacht hatten, als es um den Rückbau der einstigen Rennstrecke ging. Die Straße wurde deutlich schmaler, ein Radweg allerdings nicht geplant.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Durchblättern und viel sparen

Frisch, lebendig und lesefreundlich. Stöbern Sie hier online in den aktuellen Magazinen und Partnerangeboten.

Die Straße ist längst fertig – ohne Radweg. Die Aktivisten geben aber nicht auf. „Unser Wunsch war eine vierstellige Zahl an Unterschriften – und nun so ein super tolles Ergebnis“, sagt Konrad Weber. Am 11. April werden er und seine Mitstreiter die Petition an den Landtagspräsidenten Matthias Rößler übergeben. „Vielleicht begreifen nun die verantwortlichen Politiker und Planer, dass man mit dieser Baumaßnahme eine ganze Region enorm verärgert hat und dies schwer wieder gutzumachen ist“, sagt Konrad Weber. Man könne nicht immer vom Bau von Radwegen sprechen und dann an einem Streckenabschnitt, der als Radfernweg ausgewiesen ist und optimale Voraussetzungen bietet, einfach keinen Radweg vorsehen.

Erneute Protestaktion geplant

Der Abschnitt bei Hohburkersdorf bildet als Teil der Napoleon-Radroute von Stolpen über Rathmannsdorf einen wichtigen Lückenschluss vom Elbtal in Richtung Lausitz. Nach Meinung der Bürgerinitiative würde die Trasse sogar das Prädikat „Panorama-Fahrradweg“ verdienen. Deshalb wolle man weiter dafür kämpfen. Nicht zuletzt werfen die Anwohner der Staatsregierung vor, den Koalitionsvertrag von 2014 im Punkt Förderung des Radverkehrs zu verletzen. Denn beim nun geplanten Umbau eines weiteren Teilstückes der Straße von Stürza nach Heeselicht auf der benachbarten S 161 ist ebenfalls kein Radweg vorgesehen, obwohl dieser unter anderem auch eine Verbindung ins Polenztal wäre.

Für Ende April ist wieder eine Protestaktion an der „Rennstrecke“ geplant. Schon im vergangenen Jahr radelten zahlreiche Unterstützer entlang der Staatsstraße. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Sachsen fordert indessen, den Radweg nachträglich zu bauen. „Täglich nutzen 2 700 Autos die Strecke. Nach geltenden Richtlinien ist bei einer solchen Verkehrsmenge ein Radweg erforderlich“, sagt Konrad Krause vom Fahrradclub Sachsen.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/pirna und www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.