merken

Radweg wird vollendet

In Ullersdorf ist die Trasse auf einhundert Metern unterbrochen. Siegmund Zilliges wollte sich damit nicht abfinden.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Ullersdorf. Mit dieser gefährlichen Situation will sich Siegmund Zilliges nicht abfinden. Jeden Morgen sind dutzende Schüler und Pendler mit dem Fahrrad auf der Ullersdorfer Landstraße unterwegs. Die meisten wollen zur Endhaltestelle der Straßenbahnline 11 am Ullersdorfer Platz. Die Verbindung ist prima. Gleich neben der Straße verläuft ein Radweg.

Anzeige
Vernünftige Rendite mit Nachhaltigkeit
Vernünftige Rendite mit Nachhaltigkeit

Einfach, bequem und flexibel in die Zukunft investieren. Langfristig gute Chancen bietet der Anlage-Assistent MeinInvest.

Doch an einer Stelle stockt dem passionierten Radfahrer immer der Atem. „An der Stadtgrenze zwischen Ullersdorf und Dresden hört der Radweg plötzlich auf. Alle Radfahrer müssen auf die Straße ausweichen und sie ist hier sehr schmal, es gibt nicht einmal einen Seitenstreifen. Die Situation ist sehr gefährlich“, sagt er. Grund ist die Brücke über die Priesnitz an der Stelle. Sie ist für einen Radweg zu schmal. Seit Jahren schon wird über eine Verbesserung der Situation diskutiert. Doch nichts passierte. Als der Dresdner OB Dirk Hilbert zu einer Einwohner-Sprechstunde einlud, sah Siegmund Zilliges die Chance, das Problem an höchster Stelle vorzubringen. So kam es dann auch, er schilderte dem Oberbürgermeister die Lage und nach einigen Tagen bekam er dann auch Post von der Stadtverwaltung. Der OB räumte das Problem ein. „Mittelfristig ist ein Neubau der Brücke erforderlich, mit der dann der Lückenschluss des Geh- und Radweges erfolgen kann“, heißt es sinngemäß in dem Schreiben. Zuständig sei aber das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Ein Zeitpunkt wann es dazu kommt, wurde nicht genannt. Eine weitere schlechte Nachricht stand in dem Brief. Die Stadt habe zwischenzeitlich geprüft, eine separate Brücke für Radfahrer und Fußgänger zu errichten ein solches Bauwerk würde aber 60000 Euro kosten außerdem würde sie in einem Naturschutzgebiet errichtet werden müssen. Deshalb wurde der Ansatz nicht weiter verfolgt. Kurz: Es würde sich erst einmal nichts ändern.

Schwierigkeiten um Zusträndigkeit

Die SPD-Stadträtin Kristin Sturm nahm sich ebenfalls des Problems an, doch auch sie kam nicht weiter. „Offenbar gibt es auch Schwierigkeiten, wer für die Brücke zuständig ist. Denn wir befinden uns hier ja genau auf der Grenze zwischen den Städten Dresden und Radeberg“, vermutet Siegmund Zilliges. Auf Anfrage der Sächsischen Zeitung bestätigt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dass jetzt Bewegung in die Sache kommt. „Es hat zwei Abstimmungstermine zu den möglichen Umbauvarianten mit den Städten Radeberg und Dresden und dem Landesamt gegeben“, sagt Lasuv-Mitarbeiterin Isabel Siebert. „Dabei wurde festgelegt, dass das bestehende Brückenbauwerk abgerissen und durch einen Neubau mit Radwegergänzung ersetzt wird“, sagt sie. Mit dem Bau ist ab 2020 zu rechnen. Die Ullersdorfer Landstraße muss dafür voll gesperrt werden.

Eine Hürde muss das Projekt aber noch nehmen. Die Verkehrsbehörden sehen sie demnächst die geplante Umleitungsstrecke über die B 6 und die Straße „An der Prießnitzaue“ an. Wenn sie keine Bedenken haben, kann das Vorhaben auch so eingeplant werden.