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Rätsel um Tresor gelöst

Die Safetür in der Kinderbibo wird nicht geöffnet – dafür ziehen 10 000 Bücher um.

© Archiv/Claudia Hübschmann

Von Udo Lemke

Meißen. Das Rätsel um den Tresor in der Kinderbibliothek Neumarkt ist gelöst. „Aus Bauunterlagen hat sich ergeben, dass sich hinter der Tür nichts befindet“, erklärte Stadtsprecher Jörg Böhme auf SZ-Nachfrage. „Deshalb wird auf das Öffnen verzichtet.“ Damit bestätigt sich die Annahme von Steffen Förster, Museologe am Stadtmuseum, der gegenüber der SZ erklärt hatte, dass sich hinter der Tür nichts als eine Wand befindet.

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Die Tür führte ursprünglich in einen begehbaren Tresorraum, den die Meißner Sparkasse Ende der 1920er Jahre errichtet hatte. Das Geldinstitut hatte seine an die Franziskanerklosterkirche angebauten Gebäude bis 1945 genutzt. Der begehbare Tresorraum war 1995/96 abgebrochen worden, um Platz für die Dauerausstellung des Stadtmuseums zu schaffen. Zuletzt hatten sich etwa ein Dutzend Personen bzw. Firmen angeboten, die Tresortür zu öffnen.

Nachdem die Bauarbeiten in der Kinderbibliothek abgeschlossen worden sind – so wurden alle Medien über die zu erwartende Hochwasserlinie verlegt – werden derzeit „weit mehr als zehntausend Bücher und andere Medien in die neuen Räume im Erdgeschoss verbracht und einsortiert“, teilte die Stadtverwaltung mit.