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Raketenangriff nach Merkels Abreise aus Kundus

Berlin - Das Feldlager der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus ist am Montag kurz nach der Abreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Raketen beschossen worden. Die beiden Raketen schlugen nach Angaben des Verteidigungsministeriums gegen 10.20 Uhr deutscher Zeit außerhalb des Lagers ein.

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Berlin - Das Feldlager der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus ist am Montag kurz nach der Abreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Raketen beschossen worden. Die beiden Raketen schlugen nach Angaben des Verteidigungsministeriums gegen 10.20 Uhr deutscher Zeit außerhalb des Lagers ein. Es habe weder Verletzte noch Sachschäden gegeben. Die Kanzlerin, die sich mit Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) zu einem überraschenden Besuch in Afghanistan aufhält, hatte das Lager nach Angaben von Vize-Regierungssprecher Thomas Steg etwa 20 Minuten vor dem Angriff verlassen.

In Kundus sind etwa 700 deutsche Soldaten stationiert. Vor einem Jahr waren dort drei Bundeswehrsoldaten getötet worden. In diesem Jahr hat es bereits mehrere Raketenangriffe auf das Lager gegeben. Am Sonntag war zudem auf eine Patrouille außerhalb des Lagers ein Sprengstoffanschlag verübt worden, bei dem aber niemand verletzt wurde. Danach gab es noch zwei Angriffe auf deutsche Soldaten, auch dabei kam niemand zu Schaden.

Über Merkels Reise war das Außenministerium offiziell vorab nicht informiert: „Wir haben gestern Nachmittag mehr oder weniger durch Zufall davon erfahren“, sagte der Sprecher von Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) am Montag in Berlin. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg sagte, dass bei dem Besuch Merkels - dem zweiten in Afghanistan - besondere Sicherheitsvorkehrungen zu beachten waren. (dpa)