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Rammenau bekommt einen Kreisverkehr

Das Straßenbauprogramm 2019 des Freistaates für die Region ist beschlossen. In Rammenau sind zwei Maßnahmen geplant.

Ein Kreisverkehr soll den Verkehr an dieser Stelle flüssiger machen. Hier treffen die Straßen aus Richtung Autobahnanschluss Burkau, Rammenauer Ortsmitte und Bischofswerda zusammen. © Steffen Unger

Rammenau. Es ist licht geworden in Rammenau an der Abfahrt ins Dorf von der Bundesstraße 98. Sachsens Straßenbaubehörde nutzte die vegetationsfreie Zeit bis Ende Februar für Baumfällungen. Damit wurde eine vorbereitende Maßnahme für den Bau des seit Langem geplanten Kreisverkehrs realisiert. Dessen Bau soll voraussichtlich im Herbst begonnen werden, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf SZ-Anfrage. Zur Zeit werden die Ausschreibungsunterlagen erstellt. Reichlich anderthalb Jahre sind für den Bau des „Kreisels“ vorgesehen. Im Sommer 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Im Lasuv geht man aktuell von Baukosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro aus. „Die Finanzierung ist gesichert“, sagte Nicole Wernicke von der Pressestelle des Landesamtes. Auch der Grunderwerb der für den Bau notwendigen Flächen ist abgeschlossen.

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Der Bau des Kreisverkehrs ist Teil des Ausbaus der Rammenauer Ortsdurchfahrt in diesem Bereich. Diese soll auf einer Länge von reichlich einem halben Kilometer vom Ortseingang aus Richtung Bischofswerda bis zum Ortsausgang in Richtung Autobahn 4 saniert werden. An der Einmündung in Richtung Dorfmitte und nach Hauswalde entsteht der Kreisverkehr. Die Anschlüsse zu benachbarten Straßen, darunter der Straße am Niederteich, werden erneuert. An der Ortsdurchfahrt wird ein Fuß- und Radweg gebaut. 

Bau in mehreren Teilabschnitten

Um den Verkehr flüssig zu gestalten, soll für die Rammenauer Siedlung – dabei handelt es sich um das Wohngebiet gegenüber dem Hofladen Menzel – in Fahrtrichtung Bischofswerda eine separate Spur für Linksabbieger eingerichtet werden, sagte Rammenaus Bürgermeister Andreas Langhammer. Das Verkehrskonzept für die Bauzeit sieht vor, die Gesamtbaumaßnahme unter halbseitiger Sperrung der Bundesstraße in mehreren Teilabschnitten zu realisieren, ergänzt Nicole Wernicke. Der Kreisverkehr wird unter Schaffung einer Umfahrung bei Vollsperrung gebaut.

Ausgebaut wird die B 98 in Rammenau zum einen aufgrund ihrer Verkehrsbedeutung als Zubringer zur Autobahn 4. Zum anderen soll sich die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Aktuell weist dieser Straßenabschnitt Unebenheiten auf. Die Fahrbahnränder sind zum Teil heruntergefahren. Die Bankette sind zu schmal und Böschungen zu steil, sodass die Fahrbahnränder nicht mehr über die erforderliche Tragfähigkeit verfügen, heißt es.

Hauptstraße wird instand gesetzt

Bereits im Frühjahr wird in Rammenau eine weitere Straßenbaumaßnahme begonnen. Auf der Hauptstraße in Richtung Hauswalde wird die Fahrbahn bis zur Straße nach Frankenthal auf einer Gesamtlänge von 600 Meter instand gesetzt. Hierfür plant der Freistaat mit Kosten in Höhe von 845.000 Euro. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Investitionsprogramm der Bautzener Niederlassung des Lasuv hervor. Enthalten darin sind auch der Ersatzneubau der Brücke für die B 6 über die Bahngleise in Großharthau und die Erneuerung der Straßenentwässerung auf einem Teil der B 98 in Putzkau.

Für den Staatsstraßenbau im Freistaat Sachsen stehen in diesem Jahr voraussichtlich rund 106 Millionen Euro zur Verfügung, die sich aus 98 Millionen Euro aus dem vom Sächsischen Landtag beschlossenen Doppelhaushalt sowie Ausgaberesten in Höhe von 8,2 Millionen Euro aus dem Jahr 2018 zusammensetzen, sagte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Für die Bundesstraßen und Autobahnen stehen 2019 rund 322 Millionen Euro bereit.