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Rangnick hofft auf Lookmans Verbleib

Gegen den Sechstligisten Grimma gibt sich RB Leipzig keine Blöße. Aber in der Europa League am Donnerstag muss es besser laufen. Erfolg erhoffen sich die Sachsen auch beim Werben um Stürmer Lookman.

© dpa

Leipzig. Ralf Rangnick lässt sich nur ungern in die Karten schauen. Und so ließ er bei den zahlreichen Nachfragen zum Poker um Stürmer Ademola Lookman außer den üblichen Phrasen auch nichts Konkretes durchblicken. Wasserstandsmeldungen gebe er nicht ab, die Spekulationen überlasse er anderen. „Mein alter Spruch ist: Die, die was wissen, reden nicht. Und die, die reden, wissen nichts. Insofern gehen Sie mal davon aus, dass da viel Humus dabei ist“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten nach dem ersten Testspielsieg beim FC Grimma (7:0).

Seit Tagen gibt es vor allem in den englischen Medien immer wieder neue Gerüchte: Premier-League-Club FC Everton würde nach den beiden abgelehnten RB-Offerten über 14 und 16 Millionen Euro auf ein drittes Angebot für Lookman warten. Zwar betonte Everton-Coach Marco Silva, den 20-Jährigen behalten zu wollen. Doch Lookman reiste nicht mit ins Trainingslager nach Portugal: Offiziell wegen Oberschenkelproblemen.

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Leipzig will - und Lookman, der im Winter von den Sachsen bis Ende Juni ausgeliehen worden war und in elf Bundesligaeinsätzen fünf Tore erzielte, auch. Gut möglich, dass in den kommenden Tagen Vollzug gemeldet wird: „Wir würden es uns wünschen und der Spieler auch. Aber das heißt noch nichts. Wir müssen sehen, ob es klappt“, sagte Rangnick.

Der Sportdirektor, bis zur Übernahme durch Hoffenheims Julian Nagelsmann als Chefcoach ab Juli 2019 in Doppelfunktion, hat die Personalplanungen noch nicht abgeschlossen. Zwar sei der Kader schon jetzt wettbewerbsfähig für die Bundesliga und in der Breite gut aufgestellt. Aber zwei oder drei neue Spieler hat der Schwabe noch eingeplant. Auswahlkriterium: Spitzenklasse. „Es macht nur Sinn, Spieler dazu zu holen, die uns richtig verbessern. Wenn das der Fall ist, haben wir fast jede Position qualitativ hochwertig doppelt besetzt“, erklärte Rangnick.

Mit der erwünschten Personaldecke will Rangnick dann in Bundesliga und Europa League möglichst oft rotieren. Für den erneuten Schritt in das internationale Geschäft muss RB in der zweiten Qualifikationsrunde BK Häcken aus Schweden ausschalten. Das Hinspiel in Leipzig findet am Donnerstag (18.30 Uhr) statt. „Wir haben sie oft genug gesehen, auch live. Was wir wissen müssen über den Gegner, wissen wir. Wir wissen aber auch, dass es an uns liegt, ob wir die nächste Runde erreichen“, erklärte der 60-Jährige.

Im Training hatte er zuletzt auch die Dreierkette trainieren lassen, zudem viele Standards - als Erkenntnis der WM von Russland, wo 42 Prozent der Tore nach Standards fielen. In Grimma griff Rangnick aber auf das gewohnte 4-3-3-System zurück: „Wir haben noch genug Zeit in der Vorbereitung und werden sicher auch noch mal mit einer Dreierkette spielen. Aber so, wie wir es jetzt gemacht haben, hat das schon ein bisschen damit zu tun, wie wir mit Blick auf das Euro-League-Spiel spielen wollen.“

Sechstligist Grimma war der erste lockere Test, bei dem die WM-Fahrer Timo Werner, Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Yvon Mvogo noch fehlten. Sie sind von Freitag an im Trainingslager in Seefeld wieder dabei. So standen bei Rangnick vor allem die Neuzugänge Marcelo Saracchi (Außenverteidiger), Cunha (Sturm) und Nordi Mukiele (Innenverteidigung) im Fokus.

Saracchi und Cunha ließen ihre Fähigkeiten schon erkennen. Der hochbegabte Mukiele muss indes noch an seiner Fitness arbeiten. „Er hat es wie ein, zwei andere nicht ganz so ernst genommen mit den Hausaufgaben. Er muss noch ein bisschen was nachholen, aber er hat enormes Potenzial“, sagte Rangnick. Nach zwei Trainingswochen habe die Mannschaft schon eine ganz gute Grundlage. „Abgesehen von denen, die noch ein paar Hausaufgaben nachholen müssen“, sagte Rangnick. Spätestens beim Härtetest gegen Häcken müssen alle bereit sein. (dpa)