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Was macht eigentlich Ralf Rangnick?

Der Ex-Trainer von RB Leipzig fordert eine Ausbildung für Sportdirektoren und spricht sich für eine kleine Anpassung aus, die große Auswirkungen hätte.

Ralf Rangnick macht sich noch immer viele Gedanken um den Fußball.
Ralf Rangnick macht sich noch immer viele Gedanken um den Fußball. © dpa/Jan Woitas

Bis zum Ende der vergangenen Saison war er Trainer von RB Leipzig, seither war es in der Bundesliga still um Ralf Rangnick geworden. Jetzt meldet er sich zurück - und spricht sich für größere Tore im Fußball ausg. Außerdem forderte der langjährige Bundesliga-Coach eine bessere Ausbildung für Trainer und Sportdirektoren.

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"Ich wage es nicht auszusprechen: Wenn man bedenkt, dass der Mensch in den letzten hundert Jahren im Schnitt zehn, vielleicht sogar 15 Zentimeter größer geworden ist, fände ich es legitim, darüber nachzudenken, ob ein Tor immer noch 2,44 Meter hoch und 7,32 Meter breit sein muss", sagte Rangnick dem kicker.

Der ehemalige Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig regte an, das Tor vielleicht drei Zentimeter höher und fünf Zentimeter breiter zu machen, glaubt aber selbst nicht daran, dass das passiert. "Da müsste man ja weltweit Millionen Tore auswechseln, und ob es dann tatsächlich einen so großen Effekt haben würde, weiß ich nicht."

Darüber hinaus forderte der 61-Jährige für die praktische Trainerausbildung in Deutschland eine stärkere Einbindung aktueller und früherer Trainer. "Ich wäre in meinen jungen Jahren an den Lippen solcher Menschen gehangen, um von deren Erfahrungen zu profitieren", sagte Rangnick, der mittlerweile als Fußballchef für die Red-Bull-Standorte in New York (USA) und Bragantino (Brasilien) zuständig ist.

Auch sollte die Ausbildung für Sportdirektoren verbessert werden. Rangnick sprach sich dafür aus, dass "künftige Sportdirektoren einen vorgeschriebenen und auf hohem Niveau angesiedelten Ausbildungsgang durchlaufen müssen". So würde man dem Fußball viele Menschen zuführen, "die derzeit an die freie Wirtschaft verloren gehen". (sid)