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Rangnick schwänzt den Trainingsstart

Zum Auftakt der Mission Aufstieg muss Frühstarter RB Leipzig auf den großen Hoffnungsträger verzichten. Nein, Davie Selke, der Acht-Millionen-Euro-Neuzugang von Werder Bremen, hat an den ersten Untersuchungen und Leistungstests am Wochenende schon teilgenommen.

Von Dominik Kortus

Zum Auftakt der Mission Aufstieg muss Frühstarter RB Leipzig auf den großen Hoffnungsträger verzichten. Nein, Davie Selke, der Acht-Millionen-Euro-Neuzugang von Werder Bremen, hat an den ersten Untersuchungen und Leistungstests am Wochenende schon teilgenommen. Und auch gestern beim fußballerischen Auftakt ist er dabei gewesen. Gefehlt hat ein anderer: Ralf Rangnick, Trainer und Sportdirektor in Personalunion beim hoch ambitionierten Fußball-Zweitligisten.

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Arturs Kruminsch kehrt nach vier Jahren zu den Dresdner Eislöwen zurück. Und Matej Mrazek hat seinen Vertrag verlängert.

Der frühere Bundesliga-Coach ist der große Hoffnungsträger der Leipziger. Kurzfristig und vor allem aufgrund mangelnder Alternativen hatte er sich Ende Mai entschieden, auf die Trainerbank zurückzukehren. Der Urlaub war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon gebucht.

Gerüchte um Gesundheitszustand

„Mir geht es prächtig, ich steige erst am 22. Juni in die Trainingsarbeit ein. Der Klub schickt mich nicht in Urlaub“, sagte Rangnick und widersprach damit auch Gerüchten, der Urlaub sei aufgrund seiner gesundheitlichen Vorgeschichte zustande gekommen. Eigentlich hatte der 56-Jährige seine Reise sogar stornieren wollen – doch nach Rücksprache mit dem Klub nahm er von diesem Vorhaben Abstand.

„Gott sei Dank fühle ich mich besser als je zuvor, was auch mit einer gesünderen Lebensweise zu tun hat. Ich habe meine Lektion gelernt“, hatte Rangnick bei seiner Vorstellung gesagt. Seinen letzten Trainerjob vor vier Jahren bei Schalke 04 hatte er wegen eines Burnout-Syndroms beendet.

Ab der kommenden Saison soll es Rangnick nun in Leipzig richten – und verpflichtete dafür gleich mehrere hochkarätige Neuzugänge. Allen voran Selke und Willi Orban vom Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern. Letzteren konnte er nach eigener Aussage vom Wechsel nach Leipzig überzeugen, weil Rangnick ihm bereits mitgeteilt hatte, dass er selbst auf der Trainerbank sitzen würde. Dass Rangnick dies nun ganz offiziell erst ab nächste Woche tun wird, bekommt Orban indes gar nicht mit. Er genießt momentan ebenfalls einen verlängerten Urlaub. (sid)