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Raub für 35 Euro

Die Beute beim Überfall am Elberadweg fiel mager aus. Der mutmaßliche Täter machte es den Polizisten leicht.

© Lutz Weidler

Von Stefan Lehmann

Riesa. Nach dem Handtaschenraub am Riesaer Elberadweg hat die Polizei am Dienstag weitere Details zum Tathergang und den Ermittlungen bekannt gegeben. Demnach habe der 18-jährige Täter insgesamt 35 Euro Beute gemacht. Der Mann hatte einer 77-jährigen Radfahrerin am Sonnabendvormittag aufgelauert und ihr die Handtasche vom Lenker gerissen. Die Frau stürzte und verletzte sich. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden war es der erste Überfall entlang des Elberadwegs in Riesa. Als besonders unsicher gelte der Weg jedenfalls nicht, erklärte Polizeisprecherin Ilka Rosenkranz auf Anfrage. Wasserschutzpolizei und Polizeistreifen des Riesaer Reviers seien hier regelmäßig unterwegs.

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Dass der Täter am Sonnabend so schnell gefasst wurde, liegt laut Ilka Rosenkranz vor allem daran, dass das Opfer eine gute Personenbeschreibung liefern konnte. „Sie äußerte die Vermutung, dass der Täter aus dem nahen Asylbewerberheim kommen könnte.“ Auf Nachfrage habe der Wachmann der Unterkunft im ehemaligen Hotel Saxonia bestätigt, dass kurz nach dem Tatzeitpunkt ein Mann die Unterkunft betreten habe, auf den die Beschreibung zutraf. „So führte dann eins zum anderen.“ Sollte er nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden, droht dem jungen Mann eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr.

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Seit Ende Mai habe es in dem Asylbewerberheim am Bahnhof fünf Polizeieinsätze gegeben, teilte Polizeisprecherin Ilka Rosenkranz mit. Bislang hätten diese aber lediglich im Zusammenhang mit kleineren Streitigkeiten der Bewohner untereinander oder leichten Sachbeschädigungen zu tun gehabt. „Das war alles im normalen Rahmen.“ Die Polizei sei in diesen Fällen eher als Schlichter gerufen worden.