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Razzia bei der Deutschen Bank

Frankfurt/München. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat im Fall Kirch erneut die Deutsche Bank durchsucht. Sprecher der Behörde und der Bank bestätigten gestern die Aktion in Frankfurt. Hintergrund sind...

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Frankfurt/München. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat im Fall Kirch erneut die Deutsche Bank durchsucht. Sprecher der Behörde und der Bank bestätigten gestern die Aktion in Frankfurt. Hintergrund sind Ermittlungen gegen Top-Manager des Geldhauses – darunter Co-Chef Jürgen Fitschen – wegen des Verdachts des versuchten Prozessbetrugs. Fitschen und seine Vorgänger Rolf Breuer und Josef Ackermann sollen in einem Zivilverfahren vor dem Oberlandesgericht München falsche Angaben gemacht haben, um Schadenersatzansprüche abzuwehren. Das Verfahren, mit dem die Erben von Leo Kirch milliardenschweren Schadenersatz bekommen wollten, ist inzwischen durch einen Vergleich beigelegt worden. Gegen Zahlung von rund 925 Millionen Euro einigte sich die Deutsche Bank am 20. Februar mit den Kirch-Erben auf ein gütliches Ende der Dauerfehde um eine Verantwortung der Bank für die Pleite des Kirch-Medienimperiums 2002.

Das Ermittlungsverfahren wegen der angeblichen Falschaussagen läuft bereits seit 2011. Im Verlauf der Ermittlungen hatte es bereits einige Durchsuchungen bei der Bank gegeben, zuletzt waren Räume einer Kanzlei von Anwälten der Bank durchsucht worden. Es läuft ein Verfahren. Wann und gegen welche Personen Anklage erhoben wird, ist noch offen. An der gestrigen Aktion waren dem Vernehmen nach rund zwölf Beamte beteiligt. (dpa)

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