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Razzia nach Schüssen auf Asylheim

Unbekannte feuerten Ende Juli auf ein beleuchtetes Fenster einer Flüchtlingsunterkunft in Niesky. Jetzt wurden die Wohnungen von drei Jugendlichen durchsucht. In einer wurden die Beamten fündig.

© André Schulze

Niesky. Zwei Wochen nach den Schüssen auf eine Asylunterkunft sind am Mittwoch die Wohnungen von drei Tatverdächtigen durchsucht worden. Wie die Staatsanwaltschaft Görlitz und das für extremistisch motivierte Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum in Leipzig mitteilen, wurde dabei eine sogenannte Softair-Waffe gefunden. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, müssten die Kriminaltechniker jetzt untersuchen.

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In der Nacht zum 23. Juli wurde aus einem Pkw heraus auf ein beleuchtetes Fenster der Asylunterkunft in Niesky geschossen.Zum Tatzeitpunkt saß ein Bewohner unmittelbar hinter dem Fenster auf seinem Doppelstockbett. Er wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. Nur die äußere Glasscheibe des Doppelglasfensters wurde durchschossen. Die Staatsanwaltschaft Görlitz ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Aufgrund einer Zeugenaussage zum Tatfahrzeug wurde das Trio noch in der Nacht zum 23. Juli von der Polizei kontrolliert. Eine Waffe wurde bei den Beschuldigten im Alter von 15, 16 und 19 Jahren damals nicht gefunden. Auch bei den polizeilichen Vernehmungen wiesen die Jugendlichen den Tatvorwurf zurück. Alle drei seien vorher noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten, heißt es. Die Ermittlungen werden demnach weiter in alle Richtungen geführt. (szo)