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RB kassiert späten Ausgleich

Die Leipziger sind in Mainz auf dem besten Weg zu Bestmarken in der Bundesliga und spielen am Ende doch nur Remis, aber was für eins.

RB-Profi Timo Werner (links) bejubelt mit seinen Leipziger Mannschaftskollegen drei Tore, doch die reichen beim FSV Mainz 05 nicht zum Dreier.
RB-Profi Timo Werner (links) bejubelt mit seinen Leipziger Mannschaftskollegen drei Tore, doch die reichen beim FSV Mainz 05 nicht zum Dreier. © dpa/Torsten Silz

Mainz. In seinem 100. Fußball-Bundesliga-Spiel hat RB Leipzig zwei Rekorde verpasst und die letzte kleine Titelchance eingebüßt. Beim FSV Mainz 05 kamen die Gäste am Freitagabend trotz deutlicher Führung bloß zu einem 3:3 (2:1). Nach dem ersten Tore-Doppelpack von Lukas Klostermann in der 20. und 32. Minute und dem 50. Treffer von Timo Werner  in der 49. Minute sah RB bereits wie der Gewinner aus. Doch der achte Rückrunden-Auswärtserfolg hintereinander - ein mögliches Novum in der deutschen Eliteklasse - gelang nicht. Nach den Anschlusstoren von Karim Onisiwo in der 43. Minute und Moussa Niakhaté in der 67. Minute sorgte Jean-Philippe Mateta mit seinem Treffer in der 83. Minute vor 23805 Zuschauern für das Unentschieden.

"Es fühlt sich am Ende ziemlich bitter an, der Punkt", sagte Klostermann. "Es hat uns die Power gefehlt. Es ist ärgerlich. Wir haben nicht so verteidigt, wie es notwendig gewesen wäre", monierte der Nationalspieler. Die Leipziger rückten dadurch nicht wie von Trainer Ralf Rangnick erhofft auf zwei Punkte an den Tabellenzweiten Borussia Dortmund und auf vier Zähler an Spitzenreiter FC Bayern heran. Vier Punkte auf den BVB und sechs Zähler auf München beenden jedes Kokettieren mit dem Titel.

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Wenn die Bayern am Sonnabend gegen Schlusslicht Hannover 96 lediglich einen Punkt holen, sind sie schon vor dem direkten Duell mit RB am vorletzten Spieltag auf uneinholbare sieben Zähler enteilt. Kevin Kampl fehlt den Leipzigern am nächsten Sonnabend gegen die Münchner. Er sah nach einem Foulspiel seine fünfte Gelbe Karte.

Leipzig verpasste noch eine Bestmarke. 187 Punkte aus den ersten 100 Pflichtspielen im nationalen Oberhaus wären möglich gewesen. Das schaffte noch kein Klub. So bleibt der 1. FC Köln mit umgerechnet 186 Zählern in dieser Bilanz vorn. 14 Bundesligapartien ohne Niederlage nacheinander sind immerhin ein RB-interner Rekord. "Das Spiel schärft auf jeden Fall die Sinne", sagte Kapitän Willi Orban mit Blick auf einen drohenden Spannungsabfall bis zum Pokalfinale gegen den FC Bayern am 25. Mai in Berlin.

Schiedsrichterin verzichtet auf den Videoassistenten

Mainz startete auch ohne den zunächst überraschend geschonten Stürmer Mateta mutig. Effektiver waren aber die Leipziger. Der erste schnelle Angriff des Pokalfinalisten - von Klostermann eingeleitet - brachte die Führung. Auch vor dem zweiten Tor des Nationalverteidigers nutzte RB eiskalt einen Fehler im Aufbauspiel der Mainzer. Alle FSV-Proteste aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels von Orban an Onisiwo nützten nichts. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus aus Hannover-Langenhagen verzichtete auf eine Überprüfung durch den Videoassistenten.

Onisiwo revanchierte sich auf seine Art. Energisch setzte er sich gegen Klostermann im Strafraum durch und traf noch kurz vor der Pause wuchtig zum Anschlusstor. Für die zweite Halbzeit musste der Österreicher mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung weichen. Trainer Sandro Schwarz setzte nun doch auf Mateta, der bei mehr als zehn Grad Celsius mit Handschuhen auflief, in der Spitze.

Die erste gefährliche Aktion lieferten aber wieder die Leipziger. Auf Vorarbeit von Emil Forsberg schoss Werner aus kurzer Distanz zu seinem 16. Saisontor ein. Spannend blieb es bis zum Schluss, da Mainz nicht aufsteckte und dank des Premierentores von Niakhaté nochmals verkürzen konnte. Die Leipziger Rekorde verhinderte letztlich Mateta mit seinem Treffer. (dpa)