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Forsberg schießt RB ins Achtelfinale

Das späte Remis gegen Benfica Lissabon genügt. Leipzig steht erstmals in der K.-o.-Runde der Fußball-Champions-League und kann noch mehr erreichen.

Emil Forsberg (links) feiert mit Timo Werner.
Emil Forsberg (links) feiert mit Timo Werner. © dpa/Jan Woitas

Mit einer furiosen Aufholjagd hat RB Leipzig den nächsten Meilenstein in seiner jungen Klub-Geschichte gesetzt und ist dank Emil Forsberg erstmals ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann erkämpfte sich am Mittwochabend nach einem 0:2 noch ein 2:2 (0:1) gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon. Da Zenit St. Petersburg mit 2:0 gegen Olympique Lyon gewann, reicht RB in 14 Tagen in Lyon ein Punkt zum Gruppensieg.

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Forsberg ließ mit seinem Anschlusstreffer durch einen Foulelfmeter in der 90. Minute Hoffnung aufkeimen. Anschließend traf der Schwede auch noch in der neunminütigen Nachspielzeit zum 2:2 (90.+6). Dabei lief erst alles gegen Leipzig. Benfica schlug eiskalt zu, weil die beiden Neuen in der RB-Startelf nicht konsequent genug verteidigten. Erst ließ sich Ethan Ampadu mit einem schlichten Doppelpass austricksen. Dann ging Marcelo Saracchi gegen Pizzi zu zögerlich in den Zweikampf. Der portugiesische Nationalspieler fackelte nicht lange und traf aus kurzer Distanz zur Führung (20.).

Auch beim zweiten Tor profitierte Lissabon von einem Abwehrpatzer. Nationalspieler Lukas Klostermann rutschte am Mittelkreis weg. Carlos Vinicius hatte freie Bahn zum Tor (59.). Dabei traf er Peter Gulacsi mit dem Knie voll am Kopf, so dass der ungarische Nationaltorwart ausgewechselt werden musste. Yvon Mvogo kam zu seinem ersten Einsatz in der Champions League. „Ein geiles Gefühl, ein wunderbarer Abend – für solche Spiele lebe ich“, sagte der glückliche zweifache Torschütze Forsberg. „Weiter zu kommen, war unser Ziel, und am Ende haben wir Mentalität und Leidenschaft gezeigt.“

Borussia Dortmund droht das Aus - und Favre auch

Derweil ist der Arbeitsplatz von Trainer Lucien Favre bei Borussia Dortmund nach einer Gala von Lionel Messi immer stärker in Gefahr. Der kriselnde Bundesligist verlor beim FC Barcelona mit 1:3 (0:2) und droht das Achtelfinale zu verpassen. Für Favre wird es immer enger, nachdem die Kritik in den vergangenen Wochen schon stark zugenommen hatte. Während der spanische Meister beim 700. Pflichtspiel des überragenden Weltfußballers Messi das Weiterkommen perfekt machte, fällt für den BVB die Entscheidung erst im letzten Spiel am 10. Dezember gegen Slavia Prag. Die Schwarz-Gelben sind dabei auf Schützenhilfe des FC Barcelona im Parallel-Spiel bei Inter Mailand angewiesen.

Ob Favre dann noch auf der Bank sitzt, erscheint fraglich. „Worte helfen nicht. Wir brauchen jetzt entsprechende Leistungen und Ergebnisse“, betonte Sportboss Michael Zorc den Ernst der Lage. Noch eine Niederlage am Sonnabend bei Hertha BSC darf Favre sich kaum erlauben, nachdem es zuletzt alarmierende Auftritte gegeben hatte. (dpa)