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RB fertigt die Rangers ab

Da sind sie wieder: Die Dominanz-Fußballer von RB Leipzig. 4:0 gegen die Glasgow Rangers trotz schwerer Bedingungen. Die Gäste aus Schottland bleiben nahezu chancenlos. Die RB-Generalprobe ist gelungen.

© dpa

Jens Marx

Leipzig. Die Fans hüpften mit ihren dicken Schals im Schneetreiben und feierten schon wieder ihre Roten Bullen. Mit einer mehr als überzeugenden Vorstellung gegen den schottischen Fußball-Rekordmeister Glasgow Rangers hat sich RB Leipzig auf den Start des zweiten Saisonabschnitts der Bundesliga eingestimmt. Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl setzte sich am Sonntag in der Red-Bull-Arena mit 4:0 (2:0) durch und präsentierte sich sechs Tage vor dem Pflichtspielauftakt gegen den Tabellenvierten Eintracht Frankfurt in einer guten Verfassung.

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„Es war ein ordentlicher Test, man darf ihn aber aber nicht überbewerten“, sagte Hasenhüttl. „Für uns war es trotzdem wichtig, dass wir die Vorbereitung mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen haben.“ Dafür sorgten Torjäger Timo Werner (21. Minute), Leipzigs Schotte Oliver Burke (43.) und Yussuf Poulsen mit einem Doppelpack (63./81.) vor 18 780 Zuschauern in der Red-Bull-Arena.

„Wir haben über die 90 Minuten ein sehr, sehr kontrolliertes Spiel gezeigt“, meinte Mittelfeldmann Dominik Kaiser: „Wir haben immer wieder richtig Akzente gesetzt und Tempo ins Spiel gebracht.“

Trotz erneuter personeller Umstellungen ließen die Leipziger den Gästen auch vor mehreren tausend mitgereisten schottischen Fans kaum Chancen. Ihren gefürchteten Hochgeschwindigkeitsfußball ließen sie auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Dauerschneefall phasenweise aufblitzen.

Im Vergleich zur 1:5-Pleite im ersten Testspiel in diesem Jahr gegen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam war die Mannschaft aber nicht mehr wiederzuerkennen. Gegen die dominante Spielweise des Bundesliga-Zweiten hatte der schottische Ligazweite kaum etwas entgegenzusetzen. „Wir haben gezeigt, dass wir physisch bereit für den Ligastart sind“, meinte Doppeltorschütze Poulsen.

Bereits am kommenden Samstag ebenfalls zuhause gegen die Frankfurter dürften Routinier Marvin Compper, der wegen einer Kapselverletzung von Mitte November an in den Pflichtspielen gefehlt hatte, und Willi Orban das Innenverteidiger-Duo bilden - so startete RB auch gegen die Rangers. Den defensiven Mittelfeldpart bildeten Stefan Ilsanker und Diego Demme. Naby Keita, der unter der Woche zu einem Mediziner nach Konstanz gereist war, um seine muskulären Probleme behandeln zu lassen, kam zur zweiten Halbzeit, verpasste mit einem wuchtigen Schuss gleich einen Treffer, musste dann aber vorzeitig wieder vom Platz.

Mit Geduld, aber auch der nötigen Wucht, wenn es nötig war, erspielten sich die übrigen Leipziger gegen den 54-maligen schottischen Meister von Beginn an eine klare Überlegenheit. Und die Tore stammten aus dem RB-Lehrbuch: Beide Male folgte einer Balleroberung der blitzschnelle Angriff. Beim Treffer des pfeilschnellen und äußerst aktiven Werner - neunmaliger Torschütze in der Liga - legte Marcel Sabitzer auf. Glasgow-Profi Danny Wilson rutschte bei seinem Rettungsversuch nur noch mit Ball ins Tor. Den zweiten Treffer bereitete Werner vor, Burke schloss perfekt ab.

Die Offensive funktionierte auch ohne Emil Forsberg, der nach einer Stunde eingewechselt wurde. Der beste Vorbereiter der Liga fehlt gegen Frankfurt und danach gegen 1899 Hoffenheim und bei Borussia Dortmund wegen einer Rot-Sperre. Nach der Pause tauschte Hasenhüttl weiter aus, nahm unter anderem Davie Selke aus der Mannschaft, der mit Werner das Sturmduo gebildet hatte, allerdings gleich zu Beginn drei Chancen nicht hatte nutzen können.

Sein Debüt feierte nach einer Stunde dann auch noch der 18 Jahre alte Franzose Dayot Upamecano, der erst am Freitag von RB Salzburg verpflichtet worden war. Der vorzeitige Abgang von Keita war dann allerdings ein Wermutstropfen einer ansonsten viel versprechenden Vorstellung. „Ein Rückenstrecker hat zugemacht, es war eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Hasenhüttl zur Auswechslung. (dpa)