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RB Leipzig reichen sechs Minuten

Leipzig wurde von Heidenheim kalt erwischt. Doch in sechs Minuten drehte der Zweitligakrösus das Spiel. RB-Chef Mintzlaff kündigt bei Aufstieg den neuen Trainer an.

© dpa

Von Frank Kastner und Florian Lütticke

Leipzig. Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat nach einem Schreckschuss mit voller Offensivkraft zurückgeschlagen. Das Team von Ralf Rangnick gewann am Mittwochabend gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:1 (0:1). Nach der Gästeführung durch Robert Leipertz (21.) glich Dominik Kaiser (56.) vor 22 134 Zuschauern in der Red Bull-Arena aus. Yussuf Poulsen (62.) und Marvin Compper (83.) erzielten die Treffer zum fünften Heimsieg in Serie. Damit hat Leipzig weiterhin neun Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz. Für Heidenheim war es die erste Liga-Niederlage des Jahres.

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„Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Bei mir läuft es derzeit, es kommt irgendwann auch wieder anders. Der Standard ist eine sehr gefährliche Waffe bei uns. Doch ich bin nicht der Einzige, der dann gefährlich ist“, sagte Torschütze Compper. Gäste-Coach Frank Schmidt bilanzierte: „In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit waren wir unter Dauerdruck.“

Dennoch begann seine Mannschaft wie angekündigt mutig, zeigte agilen Offensivdrang. Die Leipziger schalteten mit hohem Tempo schnell um, präsentierten sich in Strafraumnähe aber zu verspielt und leisteten sich zu viele Abspielfehler. Anders die Heidenheimer: Nachdem der ehemalige Leipziger Denis Thomalla rechts frei durch war und ohne Bedrängnis auf Leipertz ablegte, knallte dieser den Ball von der Strafraumgrenze ins rechte Eck zur Führung.

Das war aber nicht der Weckruf für den Tabellenführer, der außer dem Schlenzer von Marcel Sabitzer (25.) und einem Freistoß von Dominik Kaiser (39.) keine hundertprozentigen Torchancen besaß. Den Ausgleich auf dem Fuß hatte Emil Forsberg in der 43. Minute. Doch er wuchtete den Ball aus sieben Metern in den Himmel.

„Wir haben viel den Ball, aber kommen zu keinen klaren Torchancen. Uns fehlt das Tempo und die Genauigkeit im Zuspiel, Heidenheim steht zudem sehr kompakt“, sagte der an der Schulter verletzte Torwart Fabio Coltorti in der Pause bei Sky. „Wenn du den abgefälschten Ball zum 1:1 nicht kriegst, hältst du vielleicht das Unentschieden“, meinte FC-Torwart Kevin Müller.

Cheftrainer Rangnick brachte nach dem Wechsel mit Massimo Bruno eine neue Offensivkraft. Plötzlich war mehr Schwung da - und auch das nötige Glück: Kaisers Schuss zum Ausgleich wurde von Timo Beermann unhaltbar für FC-Keeper Kevin Müller abgefälscht. Gekonnt dagegen der Abschluss vom Dänen Poulsen. Der von Lukas Klostermann gespielte Pass in die Mitte wurde von Forsberg per Hacke an Poulsen weitergeleitet, der überlegt ins linke Eck einschiebt. Stark auch der Kopfball von Compper, der nach seinem Siegtreffer in Paderborn sein bereits drittes Saisontor erzielte. „Er ist wieder in der Form von Hoffenheim“, lobte Rangnick.

Vor dem Spiel gab der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff bekannt, dass er zeitnah nach dem möglichen Aufstieg einen neuen Trainer präsentieren möchte. „Ralf Rangnick und ich sind in guten Gesprächen, eine Entscheidung ist noch nicht getroffen“, sagte Mintzlaff und fügte an: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine Top-Lösung spätestens dann haben werden, wenn feststeht, in welcher Liga wir nächste Saison spielen werden.“ (dpa)