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RB Leipzig reist mit unwohlem Gefühl nach Dortmund

Das torlose Hinspiel von RB Leipzig im Europa-League-Playoff bei FK Sorja Luhansk wird nicht so schnell aus den Köpfen der Spieler verdrängt werden können.

© dpa

Frank Kastner

Saporischschja. Ankommen, ausschlafen und das zähe Remis abhaken. Das torlose Hinspiel von RB Leipzig im Europa-League-Playoff bei FK Sorja Luhansk wird nicht so schnell aus den Köpfen der Spieler verdrängt werden können. Zu groß ist deren Frust über die vergebenen Großchancen. „Nach dem Spiel fühlt es sich nicht so gut an, wir hätten hier gewinnen müssen“, sprach Willi Orban Klartext. Der Druck wird durch das Sonntagspiel zum Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund nicht geringer werden. Zumal die von Ralf Rangnick geplante personelle Rotation zu kippen droht. Mit Marcel Sabitzer und Jean-Kevin Augustin sowie Kevin Kampl könnten Stammkräfte ausfallen.

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360 Kilometer von Luhansk entfernt fieberte Rangnick in Saporischschja zwar mit bei den Chancen im Minutentakt, doch seine Kritik verkniff er sich, obwohl RB ab der 16. Minute durch die Rote Karte gegen Bogdan Lednew in Überzahl spielte: „Ich bin mit dem Spiel meines Teams über weite Strecken zufrieden. Natürlich hätten wir gerne das Tor gemacht, aber so wie wir heute aufgetreten sind, bin ich guter Dinge, dass wir es im Rückspiel schaffen, in die Gruppenphase einzuziehen.“

LICHTBLICK: Die neu ins Leben gerufene Torwart-Rotation funktioniert. RB-Keeper Yvon Mvogo wird immer besser. Der Schweizer war erneut einer der Leistungsträger. Er verhinderte schon in der ersten Minute die Führung der Ukrainer, als er vor dem einschussbereiten Bogdan Lednew parierte. Dennoch wird gegen Dortmund Stammtorhüter Peter Gulacsi wieder im Tor stehen.

DAUERLÄUFER: Mit Linksverteidiger Marcelo Saracchi hat RB neben Laufwunder Diego Demme einen weiteren laufstarken Spieler verpflichtet, der gefühlt auf jedem Meter des Platzes ackert, arbeitet und Akzente setzt.

WERNER-COMEBACK: Acht Wochen nach dem bitteren WM-Aus gegen Südkorea feierte Nationalstürmer Timo Werner bei RB sein Pflichtspiel-Debüt. Zuletzt hatte er wegen einer Magen-Darm-Erkrankung und davor wegen einer Blockade im Rücken gefehlt. In der ersten Halbzeit hatte er genügend Chancen zur Führung, scheiterte mehrmals am brasilianischen Keeper Luiz Felipe oder hatte Pech bei gleich mehreren abgefälschten Bällen. (dpa)